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Als die mittelalterlichen Stadtmauern um Wien letztendlich im 19. Jahrhundert abgerissen wurden, wurden große Freiflächen nahe dem Stadtzentrum zur Erschließung verfügbar.
Dies war der Startschuss für einen Bau-Boom um die neu angelegte Ringstraße, doch einige Gebiete wurden zur Schaffung öffentlicher Parks zurückgestellt.
Stadtpark, Wien
Stadtpark
Der größte davon war der Stadtpark, ein beliebter öffentlicher Park, der vom Stadtrat in Auftrag gegeben wurde.

Der Park wurde zwischen 1858 und 1862 in englischem Landschaftsstil angelegt, wo vorher das Glacis lag – das freie, abschüssige Gelände hinter der Stadtmauer. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Park mit zahlreichen Statuen und mehreren Brunnen dekoriert.

Jugendstil

Wienflussportal, Stadtpark, Wien
Wienflussportal
Der Wienfluss, ein kleiner Nebenfluss der Donau, durchschneidet den Park. Von der Fußgängerbrücke zwischen den beiden Flussufern aus bietet sich eine hübsche Aussicht auf das Wienflussportal, eine Reihe eleganter Pavillons im Jugendstil, die 1905 von Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer entworfen wurden.

Auch die unverwechselbaren Eingangstore zum Park wurden von Ohmann und Hackhofer geschaffen. Ihr Jugendstil-Kollege Otto Wagner entwarf den herrlichen Eingang zur Stadtbahn, Wiens ehemaliger Nahverkehrsbahn.
Kursalon, Stadtpark, Wien
Kursalon
Heute wird der Pavillon von der Wiener U-Bahn genutzt.

Das größte Bauwerk im Stadtpark ist der Kursalon, 1867 in Neorenaissancestil erbaut. Ursprünglich war er nur als Kurpavillon angedacht, wurde aber schon bald als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt. Noch heute werden im Kursalon regelmäßig Strauß- und Mozartkonzerte abgehalten.

Denkmäler

Johann-Strauß-Denkmal, Stadtpark, Wien
Johann-Strauß-Denkmal
Beliebt ist der Stadtpark für seine vielen Statuen von Künstlern, insbesondere Musikern. Im gesamten Park finden sich Statuen und Büsten von Komponisten wie Franz Schubert und Anton Brückner, doch das bei Weitem berühmteste ist das Johann-Strauß-Denkmal, 1921 vom österreichischen Bildhauer Edmund Hellmer geschaffen. Das Denkmal zeigt eine vergoldete Statue des Walzerkönigs Johann Strauß Sohn vor einem Steinbogen, der mit Najaden verziert ist.

Auch mehrere Brunnen sind im Stadtpark aufgestellt. Der älteste ist der Donauweibchenbrunnen, 1865 von Hans Gasser erschaffen. Eine Gruppe von Brunnen namens „Die Befreiung der Quelle“ wurde 1903 von Josef Heu errichtet. Deutlich jüngerer ist der Vogeltränkebrunnen, ein kleiner Brunnen mit Pinguinen, der 1953 von Mario Petrucci erstellt wurde.
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