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Die Wiener Staatsoper, eines der berühmtesten Opernhäuser Europas, gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts zu den ersten Gebäuden, die an der Ringstraße (der Prachtstraße um die Innenstadt von Wien) errichtet wurden.

Geschichte

Staatsoper, Wien
Staatsoper
Wiens Opernhaus öffnete am 25. Mai 1869 als Hofoper erstmals zu einer Vorstellung von Mozarts Don Giovanni seine Pforten.

Entworfen wurde das Bauwerk im Neorenaissance-Stil von August von Siccardsburg und Eduard von der Nüll. Anfänglich wurde kritisiert, das Dach sei zu schlicht und das Gebäude zu niedrig im Vergleich zum Heinrichshof auf der gegenüberliegenden Seite der Ringstraße (welcher wiederum im Zweiten Weltkrieg zerstört und später durch den trivialeren Opernringhof ersetzt wurde). Dennoch ist die Staatsoper ein prachtvolles Bauwerk, das noch heute die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich zieht. Die scharfe Kritik führte schließlich zum Selbstmord von der Nülls, ein Jahr vor Eröffnung des neuen Opernhauses. Sein trauernder Kollege verstarb zwei Monate später an einem Herzinfarkt.

Ein geflügeltes Pferd, Wiener Staatsoper
Ein geflügeltes Pferd
Am 12. März 1945 wurde die Staatsoper bei einem Luftangriff getroffen, nachdem alliierte Bomber sie angeblich mit einem Bahnhof verwechselt hatten. Der Innenraum wurde vollständig durch den folgenden Brand vernichtet. 1955 wurde das Opernhaus von Erich Boltenstern nach dem Originalentwurf wiederaufgebaut. Der Innenraum allerdings wurde modernisiert, und das Hauptauditorium ist heute weniger kunstvoll gestaltet.

Entwurf

Das Gebäude wurde im Stil der Hochrenaissance entworfen, und eine wohlproportionierte Loggia ziert die Front des riesigen Bauwerks. Die Loggia ist reich mit Fresken dekoriert, welche Szenen aus Mozarts „Zauberflöte“ darstellen. Statuen in den Bögen stehen allegorisch für den Heldenmut, das Drama, die Fantasie, die Komödie und die Liebe.

Loreley-Brunnen, Staatsoper
Loreley-Brunnen
Auf der Loggia sitzen zwei Statuen geflügelter Pferde, die nach einem Entwurf von Ernst Julius Hähnel die Harmonie und die Poesie darstellen.

An jeder Seite der Staatsoper steht jeweils ein Marmorbrunnen. Der Brunnen auf der linken Seite ist mit allegorischen Figuren verziert, die für Musik, Tanz und Freude stehen. Der Brunnen zur Rechten stellt die legendäre Sirene Loreley dar, darunter stehen Statuen des Kummers, der Liebe und der Rache.

Besichtigungen der Staatsoper

Auch wer nicht daran interessiert ist, eine der zahlreichen – häufig ausverkauften – Opernaufführungen zu besuchen, kann die Staatsoper in einer ca. 30-minütigen Führung besichtigen.
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