Schwarzenbergplatz

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Der Schwarzenbergplatz ist ein riesiger Platz in der Nähe der Ringstraße. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten auf dem Platz, darunter einen Brunnen, ein sowjetisches Denkmal und eine Statue des Fürsten, nach dem der Platz benannt wurde.
Schwarzenbergplatz, Wien
Schwarzenbergplatz
Leider wird der große Platz von Straßenbahnschienen und stark befahrenen Straßen in viele unattraktive Verkehrsinseln unterteilt.
Dennoch wird der Platz gut besucht, vielleicht auch nur, weil er auf der Strecke von der Innenstadt zum Schloss Belvedere liegt. Während des 19. Jahrhunderts war der Schwarzenbergplatz eine der renommiertesten Adressen der Stadt und Aristokraten errichteten zahlreiche Prachtbauten rund um den Platz.

Schwarzenberg

Schwarzenberg-Denkmal, Schwarzenbergplatz
Schwarzenberg-
Denkmal
Der Platz wurde nach Prinz Karl Philipp von Schwarzenberg benannt, der ein Nachkomme einer der mächtigsten Adelsfamilien in Böhmen und Mitteleuropa war. Als Oberbefehlshaber der alliierten Armee, war Karl Philipp hilfreich an der Niederlage von Napoleons Armee bei der Schlacht von Leipzig im Jahre 1813 beteiligt und schaffte es sogar im folgenden Jahr die Stadt Paris einzunehmen, was zur Abdankung von Napoleons I. führte.
Der österreichische Held wurde mit dem Schwarzenberg-Denkmal geehrt, eine Reiterstatue an der Nordseite des Platzes, die hier im Jahr 1867 erbaut wurde.

Hochstrahlbrunnen

Hochstrahlbrunnen, Schwarzenbergplatz, Wien
Hochstrahlbrunnen
Die Hauptattraktion des Schwarzenbergplatzes ist der monumentale Brunnen am südlichen Ende des Platzes. Bekannt als Hochstrahlbrunnen wurde er im Jahre 1873 erbaut, um die Fertigstellung der Wiener Wasserversorgung zu feiern. Anton Gabrielli, der für das Projekt verantwortliche Chef des Unternehmens, finanzierte persönlich den Bau des Brunnens.

Drei hundert fünf und sechzig kleine Wasserstrahlen am Rande des Beckens, eine für jeden Tag im Jahr, umranden sieben Inseln mit Wasserstrahlen, die die sieben Tage der Woche symbolisieren. Zwölf größere Wasserstrahlen stellen die Monate des Jahres dar, vierundzwanzig weitere die Stunden des Tages und dreißig weitere Wasserstrahlen stehen für die Tage im Monat. Der größte, mittlere Wasserstrahl steht für das Jahr. Der Brunnen ist besonders schön bei Nacht, wenn er mit Flutlicht beleuchtet wird, das erstmals im Jahre 1906 installiert wurde.

Das Denkmal der Roten Armee

Denkmal der Roten Armee, Schwarzenbergplatz, Wien
Denkmal der Roten Armee
Gleich hinter dem Hochstrahlbrunnen steht das Denkmal der Roten Armee, welches im Volksmund auch als Russendenkmal bekannt ist. Das Denkmal wurde 1946 von der sowjetischen Armee errichtet, die einen Stadtteil bis 1955 besetzten. Vor diesem Jahr begleitete ein T-34 Panzer das Denkmal.

Das Denkmal besteht aus einer halbkreisförmigen Kolonnaden mit einer zwanzig Meter hohen zentralen Säule, die mit einer monumentalen zwölf Meter hohen Statue eines sowjetischen Soldaten gekrönt ist. Es wurde im typischen starren und erhabenen Stil errichtet, der häufig von der sowjetischen Armee eingesetzt wurde. Das Denkmal ähnelt anderen Gedenkstätten, die damals von der sowjetischen Armee in Städten wie Berlin und Budapest errichtet wurden.

Schloss Schwarzenberg

Im Süden des Schwarzenberg-Platzes liegt das wunderschöne Barockschloss Schwarzenberg, welches zwischen 1697 und 1714 nach einem Entwurf von Johann Lukas von Hildebrandt erbaut wurde. Das Schloss wird heute von einem Hotel und Restaurant benutzt und die Schweizer Botschaft befindet sich in einem Flügel des Schlosses.

Gebäude der Französischen Botschaft, Schwarzenbergplatz
Französischen Botschaft
Sowohl das Schloss und die Gärten des Schlosses Schwarzenberg, das an den Belvedere-Garten anschliesst, sind für die Öffentlichkeit geschlossen.

Das Gebäude der Französischen Botschaft

Eines der interessantesten Gebäude am Schwarzenbergplatz ist das der Französischen Botschaft. Es wurde zwischen 1904 und 1912 nach den Plänen des französischen Architekten Georges Chedanne erbaut, der für sein Design der Lafayette Galerien in Paris bekannt ist. Das im Jugendstil entworfene Gebäude war anders als alles, was die Wiener jemals gesehen hatten. Sie verglichen es mit einem orientalischen Gebäude und dies führte zum Gerücht, dass der Franzose versehentlich das Design für die Botschaft in Istanbul verwendet hätte.
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