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Die Peterskirche ist eine wunderschöne Hochbarockkirche in der Innenstadt von Wien, in der Nähe des Graben-Einkaufsviertels. Die Kirche ist bekannt für ihr opulentes Interieur mit Stuck und prächtigen Fresken.

Die Kirche

Peterskirche, Wien
Peterskirche

Peterskirche Innenraum
Innenraum

Fresko der Himmelfahrt der Jungfrau Maria in der Peterskirche, Wien
Mariä Himmelfahrt
Die Peterskirche befindet sich auf einem kleinen Platz, der fast von den umgebenden Gebäuden verdeckt wird. Hier wurde bereits eine Kirche im achten Jahrhundert erbaut, die möglicherweise auf den Fundamenten einer noch älteren im vierten Jahrhundert erbauten römischen Kirche stand.

Die aktuelle ovale Struktur wurde zwischen 1702 und 1733 nach einem Entwurf von Gabriele Montani gebaut. Andere Architekten nahmen an dem Projekt teil und die Kirche wurde wahrscheinlich von Johann Lukas von Hildebrandt fertiggestellt, einem österreichischen Hofarchitekten, der auch das Schloss Belvedere entworfen hatte.

Der schmale Platz des Baugrunds verursachte dieses besondere Design mit einer monumentalen Kuppel, die die beiden Türme der Kirche völlig überschattet.

Innenraum

Der prachtvoll verzierte Innenraum ist überwältigend. Eine Fülle von Marmor-Halbpfeilern, vergoldete Skulpturen, komplizierter Stuck und beeindruckende Fresken verwandeln dieses Interieur in ein aufwändiges Kunstwerk.

Besonders die Dekoration der Kanzel wurde mit ihren zahlreichen vergoldeten Skulpturen von Matthias Steindl im Jahre 1716 ein wenig übertrieben. Das fabelhafte Fresko an der enormen Kuppel zeigt die Himmelfahrt der Jungfrau Maria und wurde im Jahre 1714 von Johann Michael Rottmayr gemalt, der ein berühmter österreichischer Barockmaler war.

Gegenüber der Kanzel befindet sich eine dramatische Skulpturengruppe, die im Jahre 1729 vom italienischen Bildhauer Lorenzo Mattielli kreiert wurde. Die vergoldeten Skulpturen zeigen den Märtyrer St. Johannes Nepomuk, als er von der Karlsbrücke in Prag geworfen wurde.

Der Hochbarockaltar wurde von Santino Bussi nach einem Entwurf von Antonio Galli, der italienischen Künstlerfamilie Galli-Bibiena aus dem 17. und 18. Jahrhundert, geschaffen. Galli war auch für die Trompe-l'oeil über dem Hochaltar verantwortlich.
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