Parlament

Das Österreichische Parlamentsgebäude
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Eines der zentralsten Blickfänge entlang der Ringstraße – dem Boulevard rund um die Wiener Innenstadt – ist das Parlament. Das monumentale neoklassische Gebäude ist der Sitz des österreichischen Parlaments.

Errichtung

Parlamentsgebäude, Wien
Das Parlamentsgebäude
Nachdem die alten Stadtmauern während der Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen wurden, wurde ein Prachtboulevard rund um das historische Zentrum von Wien erschaffen. Bald darauf wurden monumentale Gebäude entlang des Boulevards errichtet.

Fünf dieser Gebäude wurden von Theofil von Hansen konzipiert, von denen das Parlament das Monumentalste ist. Hansen hat Architektur in Athen studiert und der griechische Einfluss spiegelt sich deutlich in seinem Design für das österreichische Parlamentsgebäude wider. Die neoklassische Architektur ist eine offensichtliche Bezugnahme auf das antike Griechenland, die Wiege der Demokratie.

Das österreichische Parlament

Die zentrale Säulenhalle des österreichischen Parlaments Gebäude
Das Portikus
Das Parlamentsgebäude wurde zwischen 1874 und 1884 als Sitz des Reichsrates errichtet, dem Reichsparlament, welcher den österreichischen Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie repräsentierte. Im Inneren befinden sich zwei große Sitzungssäle, welche ursprünglich die beiden Kammern des Reichsparlamentes beherbergten: das Herrenhaus (Oberhaus) und das Abgeordnetenhaus (Unterhaus).

Im Jahre 1918, nach dem Fall des Habsburger Reiches, erklärten Parlamentarier die Schaffung der Republik Österreich. Heute beherbergt das Gebäude Sitzungen des Nationalrates und des Bundesrates.

Das Design

Statue von Thukydides am österreichischen Parlament
Thukydides
Das imposante Bauwerk wird von dem zentralen Portikus mit acht monumentalen korinthischen Säulen dominiert. Skulpturen auf dem Tympanon zeigen Franz Joseph, der seine Untertanen eine Verfassung gewährt. Breite Auffahrtsrampen führen zu dem Portikus.

Am Fuße der Rampen befinden sich Statuen von Rossbändigern. Acht weitere Statuen auf den Balustraden zeigen Historiker aus der Antike: vier griechische Historiker auf der linken Rampe und vier römische Historiker auf der rechten Rampe. Das Gebäude ist auf allen Seiten mit vielen weiteren Statuen und Friesen (zusammen mehr als 100) verziert und vier Skulpturengruppen von Wagenfahrern schmücken das Dach des Parlaments.

Pallas-Athene-Brunnen

Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament in Wien
Pallas-Athene-Brunnen
Die griechische Thematik wird mit dem Pallas-Athene-Brunnen fortgesetzt, einem monu- mentalen Brunnen vor dem Parlamentsgebäude, benannt nach der griechischen Göttin Pallas Athena – Göttin der Weisheit – welche als riesige Statue auf einer kannelierten Säule dargestellt wird.

Unter ihr befinden sich zwei weibliche Statuen, welche die legislativen und exekutiven Befugnisse des Staates repräsentieren. An der Unterseite befinden sich vier allegorische Statuen der vier wichtigsten Flüsse der österreichisch-ungarischen Monarchie: die Donau und die Inn an der Vorder- und die Elbe und die Moldau an der Rückseite.
Der Brunnen, der im Jahr 1902 vorgestellt wurde, wurde von den Skulpteuren Carl Kundmann, Josef Tautenhayn und Hugo Haerdtl erschaffen.
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