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Unter den zahllosen Museen Wiens umfasst das Kunsthistorische Museum eine der eindrucksvollsten Sammlungen. Seine vielen Gemälde, archäologischen Fundstücke und ornamentalen Kunstwerke sind in einem riesigen Gebäude am Maria-Theresien-Platz ausgestellt.
Kunsthistorisches Museum, Wien
Kunsthistorisches Museum
Die Sammlung des Kunsthistorischen Museums fußt auf den Kunstwerken, die zahlreiche Habsburger Monarchen über die Jahrhunderte hinweg angesammelt hatten. Die Kunstwerke waren ursprünglich in der Hofburg zu Hause, später auch auf Schloss Belvedere. Nachdem aber Mitte des 19. Jahrhunderts die Stadtmauern abgerissen und durch die Ringstraße ersetzt wurden, begann ein Projekt zur Schaffung einer neuen Museumsanlage an der Ringstraße gegenüber der Hofburg. Hier sollten die bestehenden Sammlungen der Habsburger zusammengeführt werden.

Museumsgebäude

1872 begann der Bau der beiden monumentalen Museumsgebäude – eines für die bildenden Künste und eines für Naturgeschichte – am Maria-Theresien-Platz.
Innenansicht des Kunsthistorischen Museums in Wien
Innenansicht
des Museums
Die Zwillingsbauwerke wurden auf jeweils einer Seite des Platzes errichtet und sind spiegelbildlich angelegt. Der Entwurf stammt von Gottfried Semper, der auch für die Neue Burg verantwortlich war, die letzte Erweiterung der Hofburg. Ursprünglich war angedacht, die neuen Museen durch große Triumphbögen über die Ringstraße mit der Burg zu verbinden, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs und der anschließende Sturz des Habsburger Reiches vereitelten diese Pläne.

Das Innere des Kunsthistorischen Museums wurde von Karl von Hasenauer entworfen und ist mit seinen großen Marmorsäulen, riesigen Treppenanlagen und Statuen äußerst spektakulär. Einige österreichische Künstler, darunter Franz Matsch, Gustav Klimt und sein Bruder Ernst Klimt, verzierten das Innere mit lebhaften Wandgemälden.

Sammlung

Die Bauernhochzeit, Pieter Bruegel der Ältere, Kunsthistorisches Museum
Die Bauernhochzeit,
Pieter Bruegel
Die riesige Sammlung des Museums wurde von den Habsburger Monarchen angehäuft und spiegelt daher auch ihre persönlichen Vorlieben wider.

Die Gemälderie gehört zu den weltgrößten Sammlungen von Gemälden und umfasst die Epoche vom 15. bis 18. Jahrhundert. Insbesondere flämische Künstler sind vertreten, darunter die größte Sammlung Pieter Brueghels und drei Räume voller Rubens-Gemälde. Niederländische, italienische (hauptsächlich venezianische) und spanische Künstler (insbesondere Velazquez) sind auch breit vertreten. Darüber hinaus besitzt das Museum eine ausgezeichnete Sammlung deutscher Gemälde von Künstlern wie Albrecht Dürer und Hans Holbein dem Jüngeren.

Büste von Kaiser Augustus, Kunsthistorisches Museum
Büste von
Kaiser Augustus
Doch das Kunsthistorische Museum bietet mehr als nur Gemälde. Im Erdgeschoss finden sich römische und griechische Antiquitäten – etwa zahlreiche Statuen und Büsten römischer Kaiser oder griechische Vasen und Statuen. Die Räume mit der ägyptischen Sammlung sind wunderschön mit typischen ägyptischen Motiven und Hieroglyphen verziert. Hier finden sich zahlreiche Sarkophage wie auch ägyptische Statuen, Papyrus, Töpferware und weitere Fundstücke.

Die Kunstkammer beherbergt eine Sammlung aus Skulpturen und ornamentalen Kunstwerken. Einige der reichlich verzierten Stücke sind nicht selten aus teuren Materialien wie Elfenbein, Silber oder Gold gefertigt. Zu den weiteren bemerkenswerten Sammlungen gehören die prähistorischen Fundstücke und das Münzkabinett – eine der größten Münzsammlungen der Welt. Ihre ältesten Münzen stammen aus dem Jahr 650 v. Chr.
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