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Der Karlsplatz gehört zu den größten Plätzen Wiens. Überschattet wird er von der prachtvollen barocken Karlskirche, und verschiedene Kultureinrichtungen wie der Musikverein und das Künstlerhaus grenzen an den Platz.
Hill Arches, Henry Moore, Karlsplatz
Hill Arches, Henry Moore
Die Westhälfte des Karlsplatzes gehört dem Straßenverkehr und ist wohl nur aufgrund des nahe gelegenen Secessionsgebäudes und des Naschmarktes interessant. Die Osthälfte des Karlsplatzes nimmt der Resselpark ein, ein grüner Park, in dem Statuen berühmter Österreicher malerisch verstreut stehen. Häufig ist der Park von Menschenmengen überfüllt, da er zur großen U-Bahn-Station Karlsplatz führt.

Karlsplatz-Pavillons

Karlsplatz-Pavillon, Wien
Otto Wagner-Pavillon
Hauptattraktion des Parks sind zwei Pavillons, die einst als Zugang der Stadtbahn dienten, die frühere Version der Wiener U-Bahn. Die beiden Pavillons wurden 1889-1899 von Otto Wagner errichtet.
Ursprünglich standen sie an der nahe gelegenen Akademiestraße, wurden aber 1960 hierher verlegt. Einer der Pavillons ist heute ein Café, der andere wird für Ausstellungen genutzt.
Die filigrane Gestaltung der Pavillons sollte mit der nahen Karlskirche harmonieren. Marmorplatten in einem grün bemalten schmiedeeisernen Gerüst sind mit goldfarbenen Sonnenblumen und vergoldeten Verkleidungen dekoriert.

Karlskirche

Karlskirche, Karlsplatz, Wien
Karlskirche
Über dem Resselpark thront die prächtige Karlskirche, eine barocke Kirche, die 1713 von Kaiser Karl VI. eingeweiht wurde. Zwischen 1716 und 1737 wurde die Kirche nach einem Entwurf von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichtet, der zweifellos von seiner Romreise inspiriert wurde. Die Reliefs an den Säulen stellen Szenen aus dem Leben des hl. Karl Borromäus dar, dem die Kirche gewidmet ist.
Ein Teich vor der Kirche ist durch eine große moderne Statue von Henry Moore verziert, welche er 1978 der Stadt Wien spendete.

Musikverein und Künstlerhaus

Im Süden grenzt die Technische Universität an den Resselpark, ein imposantes Gebäude mit neoklassischer Fassade, die mit großen Statuen verziert ist.
Zwei bekannte wiener Kultureinrichtungen grenzen an die Nordseite: der Musikverein und das Künstlerhaus. Der Musikverein ist ein Konzertsaal und Sitz der Wiener Philharmoniker.
Musikverein, Karlsplatz, Wien
Musikverein
Das neoklassische Gebäude wurde von Theophil von Hansen entworfen und 1869 fertiggestellt. Neben dem Musikverein liegt das Künstlerhaus, eine Ausstellungshalle, die erstmals im Jahr 1868 ihre Pforten öffnete.

Historisches Museum

Das Historische Museum der Stadt Wien liegt in einem Nachkriegsbau an der Ostseite des Platzes, nahe der Karlskirche. Hier findet sich eine Sammlung archäologischer Ausgrabungsstücke aus der Römerzeit, osmanische Stücke aus der Zeit der Belagerung Wiens 1683, sowie zahlreiche Gemälde, Modelle, Postkarten und Fotos, die Wien im Wandel der Zeiten darstellen. Zu den bemerkenswerten Stücken gehören die gotischen Buntglasfenster des Stephansdoms – 1945 vor einem Brand gerettet – und Nachbildungen der Wohnungen berühmter Wiener, wie etwa des Architekten Adolf Loos.
Secessionsgebäude, Karlsplatz, Wien
Secessionsgebäude
Das Museum umfasst auch eine Kunstsammlung, darunter Werke berühmter wiener Künstler wie Gustav Klimt und Egon Schiele.

Secessionsgebäude

Weitere Werke dieser Künstler sind im Secessionsgebäude an der Westseite des Karlsplatzes zu finden, in Richtung Naschmarkt. Dieses bemerkenswerte Gebäude wurde von Joseph Maria Olbrich im Jugendstil entworfen. Erbaut wurde es 1898 als Hauptsitz der Secession, einer künstlerischen Strömung, die sich von der klassischen Kunst lossagte.
Ihr berühmtester Anhänger war Gustav Klimt, von dem verschiedene Kunstwerke im Secessionsgebäude ausgestellt sind. Das Bauwerk ist von einer Kugel aus verflochtenen, vergoldeten Lorbeerblättern gekrönt. Blumenmotive und kleine Statuen zieren die weiße Fassade.
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