Bewertung
5 Stimmen
Der Heldenplatz wurde im 19. Jahrhundert von Gottfried Semper als zentraler Platz des Kaiserforums entworfen – eines Projekts, das aufgrund des Zusammenbruchs des Habsburger Reiches im Jahr 1918 nie vollständig realisiert wurde.

Kaiserforum

Heldenplatz, Wien
Heldenplatz
Der Heldenplatz war Teil eines vollmundigen Plans namens Kaiserforum zur Erweiterung des Kaiserpalastes der Habsburger Monarchie. Der Plan wurde ausgearbeitet, nachdem eine große Bastei – Teil der städtischen Befestigungsanlage war – der Ringstraße hatte weichen müssen, der großen Prachtstraße um Wien.

Neue Burg, Heldenplatz, Wien
Neue Burg
Der Plan aus der Feder des deutschen Architekten Gottfried Semper – wohlbekannt für die Semperoper in Dresden – bestand aus zwei bogenförmigen Gebäudeflügeln, die mit Triumphbögen an die beiden Museen auf der anderen Seite der Ringsstraße angeschlossen werden sollten (das kunsthistorische Museum und das naturhistorische Museum).
Der Heldenplatz sollte von zwei bogenförmigen Flügeln umfasst werden, Teile der sogenannten Neuen Burg.

Als einziger Teil des großen Konzepts wurde lediglich der Südflügel der Neuen Burg umgesetzt, bevor die Herrschaft der Habsburger ein jähes Ende fand.

Heldendenkmäler

Karl von Österreich-Teschen, Heldenplatz, Wien
Karl von Österreich-Teschen
Eugen von Savoyen, Heldenplatz, Wien
Eugen von Savoyen
Benannt ist der Platz nach zwei österreichischen Kriegshelden: Prinz Eugen von Savoyen, Sieger über die Türken im 17. Jahrhundert, und Erzherzog Karl von Österreich-Teschen, der 1809 in Aspern bei Wien Napoleon besiegte.

Jeder der beiden wird mit einer riesenhaften Reiterstatue geehrt. Der einheimische Bildhauer Anton Dominik Fernkorn schuf die Statuen zwischen 1860 und 1865. In technischer Hinsicht ist die Statue Karls die Interessantere, da sie auf den beiden Hinterbeinen des Pferdes ausbalanciert ist. Die Statue Prinz Eugens vor der Neuen Burg musste durch den Schwanz des Pferdes gestützt werden.

Burgtor

Burgtor, Heldenplatz, Wien
Burgtor
In Richtung Ringstraße wird der Heldenplatz von einem breiten Triumphbogen begrenzt, dem sogenannten Äußeren Burgtor oder Heldentor. Der Bogen wurde von Peter von Nobile entworfen und zwischen 1821 und 1824 errichtet.

Das Tor gedenkt der Schlacht von Leipzig im Jahr 1813, in der Österreich und seine Alliierten die zahlenmäßig überlegenen Napoleonischen Truppen besiegten. Ursprünglich war der Bogen Teil der Stadtmauer – nun wirkt er auf dem ausfallenden Platz etwas verloren.

Anschluss

Der Heldenplatz ist auch als der Ort berüchtigt, an dem Hitler den Anschluss Österreichs ans Deutsche Reich verkündete – von der Neuen Burg aus, wo er von einer jubelnden Menschenmenge empfangen wurde.
  • Nächste Sehenswürdigkeit: Graben
3436
vienna
de
x
© 2017 www.aviewoncities.com