Freyung-Passage

Ferstel-Passage
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Die Freyung-Passage ist eine elegante Einkaufspassage, die 19. Jahrhundert als Teil des Palais Ferstel errichtet wurde. Die Passage verbindet die Herrengasse mit der Freyung, einem dreieckigen historischen Platz.

Freyung-Passage

Freyung-Passage, Wien
Freyung-Passage

Donaunixenbrunnen, Freyung-Passage, Wien
Donaunixenbrunnen
Die Freyung-Passage, manchmal auch als Ferstel-Passage bezeichnet, ist eine vornehme Einkaufsgalerie, die 1860 vom österreichischen Architekten Heinrich von Ferstel gebaut wurde. Entlang der marmorverkleidete Passage mit Wandpfeilern und gewölbter Decke finden sich zahlreiche Luxusgeschäfte.

Die Passage führt an einem kleinen Innenhof vorbei, der von einer sechseckigen Glaskuppel gekrönt ist. Ein 6 Meter hoher Brunnen, ebenfalls ein Entwurf Heinrich von Ferstels, steht im Zentrum des Hofs. Auf dem Brunnen steht eine Statue der Donaunixe, die einen Fisch in der Hand trägt.

Ende der 1970er verschlechterte sich die Lage der Galerie, und Geschäfte zogen aus. Eine gründlichen Renovierung im folgenden Jahrzehnt hauchte der Einkaufspassage wieder Leben ein, und heute bietet sie einen äußerst geschmackvollen Anblick.

Palais Ferstel

Der Palais Ferstel wurde zwischen 1856 und 1860 für die österreichisch-ungarische Nationalbank erbaut. Anders als die meisten Gebäude seiner Zeit wurde er nach seinem Architekten Heinrich von Ferstel benannt, nicht etwa nach dem Eigentümer des Gebäudes. Von Ferstel, von dem auch die Votivkirche stammt, war erst 27 Jahre alt, als er dieses prunkvolle Bürogebäude entwarf. Trotz seines italienischen Stils fügt es sich ausgezeichnet in die städtische Umgebung ein und wirkt deutlich älter, als es eigentlich ist.

Eingang zur Freyung-Passage, Wien
Eingang zur Passage
Der Palais Ferstel beherbergte nicht nur die Nationalbank, sondern auch die Wiener Börse. Erst 1877 zog die Börse in ihre neuen Räumlichkeiten an der Ringstraße um.

Café Central

Neben der Freyung-Passage, die durch das Gebäude führt, ist der Palais wohl am besten für Wiens berühmtestes Kaffeehaus bekannt, das Café Central. Im 19. Jahrhundert war es der bevorzugte Treffpunkt für Anhänger der Literaturbewegung Jung-Wien. Auch viele namenhafte Sozialisten, darunter Trotzki, waren hier Stammgäste. Der herrliche Innenraum des Cafés wurde 1986 restauriert und ist heute eine beliebte Anlaufstelle für Touristen.
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