Maria-Theresien-Platz

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Der Maria-Theresien-Platz ist ein Platz nördlich der Hofburg, welcher im 19. Jahrhundert erstellt wurde. Er wurde zu Ehren der Kaiserin Maria Theresia benannt, deren riesiges Denkmal das Herzstück des Platzes bildet.

Kaiserforum

Maria-Theresa-Platz, Wien
Maria-Theresien-Platz
Bereits im Jahr 1848 wurden Pläne gemacht, um einen Museumskomplex zu erstellen, wo die in der ganzen Stadt verteilten königlichen Kunstsammlungen zusammen ausgestellt werden konnten.

Mit dem Abriss der Befestigungsanlagen um Wien herum bot sich die Gelegenheit einen neuen monumentalen königlichen Komplex zu erbauen. Im Jahre 1870 wurde ein ehrgeiziger Entwurf von Gottfried Semper genehmigt, der Kaiserforum genannt wurde. Der Bau dieses Kaiserforums begann im darauffolgenden Jahr und bestand aus der Erbauung von zwei Museumsgebäuden, sowie zwei neuen Palastflügeln (von denen schließlich nur einer fertiggestellt wurde) - die Neue Burg - und zwei Plätze: Heldenplatz und Maria-Theresien-Platz.

Brunnen auf dem Maria-Theresienplatz in Wien
Brunnen
Aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wurden die Pläne nie verwirklicht, in den die beiden Plätze auf der neu geschaffenen Ringstrasse durch zwei Triumphbögen verbindet werden.

Museen

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden der Maria-Theresien-Platz sowie die zwei angrenzenden Museumsgebäude bereits abgeschlossen. Die monumentalen Bauten sind ein einheitliches Abbild voneinander; sie haben das gleiche Neorenaissance-Design mit großen Kuppeln, welche vom renommierten deutschen Architekten Gottfried Semper geschaffen wurden. Das Innere der Museen wurde von Carl von Hasenauer entworfen. Es ist üppig und verfügt über eine Vielzahl von Marmortreppen, Statuen und Säulen.

Das Gebäude südlich des Platzes ist das Kunsthistorische Museum und das Gebäude gegenüber ist die Heimat des Naturhistorischen Museums.

Maria-Theresien-Denkmal

Maria-Theresien-Denkmal, Wien
Maria-Theresien-
Denkmal
Der Bereich zwischen den beiden Museen wurde mit formalen Gärten gestaltet, die mit Statuen, Brunnen und Strauchbeeten dekoriert sind.

Im Zentrum steht ein kolossales Denkmal zu Ehren Kaiserin Maria Theresias, die vierzig Jahre lang regierte. Das 1888 von Kaspar Zumbusch erbaute Denkmal zeigt Maria Theresia auf einem großen Podest, welches von allen Seiten durch korinthische Säulen getragen wird. Sie hält eine Schriftrolle mit der Pragmatischen Sanktion von 1713. Diese ist ein von Kaiser Karl VI. ausgestelltes Edikt, welches Frauen erlaubte den Thron zu besteigen.

Die Kaiserin wird von einigen ihrer engsten Berater umgeben. Vier ihrer Generäle (von Daun, von Khevenhüller, Traun und von Laudon) werden auf einem Pferd dargestellt. Von Kaunitz, der Staatskanzler, Van Swieten, ihr Arzt, Liechtenstein, Direktor der Artilleriekräfte und Graf von Haugwitz, der die Wirtschaft reformierte und die zentrale Behörde stärkte, werden stehend in der Nähe des Podests dargestellt.
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