Bewertung
40 Stimmen
Links
Als Zuhause für über 12,000 japanische Amerikaner bietet San Franciscos Japantown Besuchern die Gelegenheit an japanischer Kultur, japanischen Geschäften und Restaurants Gefallen zu finden. Die Hauptattraktion des Areals ist die Friedenspagode.

Die Geschichte der Nachbarschaft

Post Street, Japantown, San Francisco
Japaner kamen seit den 1860ern nach San Francisco und in die umliegende Bay Area. Obwohl sie zuerst in Chinatown und anderen Gebieten südlich der Market Street wohnten nötigte sie der große Brand, verursacht durch das Erdbeben von 1906, dazu diese Gebiete zu verlassen und in einer Nachbarschaft bekannt als Western Addition Zuflucht zu finden; diese liegt westlich des Union Square und wurde vom Feuer verschont.

Als die Japaner hier einzogen begannen sie nicht nur damit Eigenheime zu bauen, sie bauten auch Geschäfte, Restaurants und Tempel. Schon bald wurde die Nachbarschaft bekannt als Nihonmachi oder Japantown (manchmal auch kurz J-Town).

Japantown, San Francisco
Osaka Way
Bei Beginn des 2. Weltkriegs wurden die meisten japanischen Amerikaner an der Westküste inhaftiert, sodass der Großteil Japantowns während der Kriegsjahre leer war. Viele der inhaftierten Japaner kehrten nach dem Ende des Kriegs zurück, um ihre früheren Leben weiterzuführen. In der Tat sorgte die Überbevölkerung des Areals nach dem Krieg für eine Neuentwicklung der Nachbarschaft, in der dank eines zugesprochenen Zuschusses für die Stadterneuerung neue Gebäude gebaut werden konnten.

1968 wurde das 3 Wohnblöcke große Japan Center (ursprünglich das Japanese Cultural and Trade Center) fertiggestellt.
Japantown, San Francisco
Das Zentrum beinhaltet ein Deluxe-Hotel und zwei Einkaufszentren – das Kintetsu und das Miyako. Ein weiteres Kaufhaus, das Osaka Way, wurde 1976 erbaut. Das Japan Center war Teil eines ehrgeizigen Projekts, welches leider auch den Geary Expressway beinhaltete, der die Nachbarschaft vom Süden abschneidet.

Was gibt es dort?

Japantown weist eine große Vielfalt an verschiedenen Geschäften auf, von traditionellen japanischen Speisen bis hin zu modisches Boutiquen und preisgünstigen Elektronik-Fachgeschäften. Auch eine Hand voll Kunstgalerien und eine Filiale der größten Buchhandel-Ketten Japans, Kinokuniya Bookstore, die sowohl japanische als auch englische Bücher anbietet, befinden sich hier.
Friedenspagode, Japantown, San Francisco
Friedenspagode
Restaurants – zumeist japanischer Art – gibt es reichlich. Landesweite Ketten wie Benihana, aber auch kleine Familienbetriebe, die mit die beste japanische Küche der Westküste anbieten. Auch gibt es eine Vielzahl an Kirchen und Tempeln in Japantown, so z.B. der Sokoji-Sojo-Tempel, ein buddhistischer Tempel aus dem Jahr 1984.

Friedenspagode und das japanische Tor

Verpassen Sie nicht die Chance das Peace Center und die fünfstöckige, 30 Meter hohe Pagode zu besuchen. Diese bildet das Zentrum Japantowns und ist hervorragend geeignet für Fotos. Die Pagode, entworfen vom japanischen Architekten Yoshiro Taniguchi, wurde Japantown von den Menschen von Osaka, San Franciscos Schwesterstadt in Japan, überreicht. Diese Beziehung resultierte in einem weiteren Spitznamen für Japantown: Little Osaka (Klein-Osaka).

Eine weitere Sehenswürdigkeit in Japantown ist das Tor für einen japanischen Bergtempel, das 1976 als symbolischer Eingang für die Buchanan Mall gebaut wurde. Dieses Einkaufszentrum, mittlerweile bekannt als Osaka Way, ist eine bildschöne Fußgängerzone, mit Pflastersteinen ausgelegt und von Häusern im japanischen Stil umrandet.
551
sf
de
x
© 2017 www.aviewoncities.com