Trajanssäule

Colonna Traiana
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Die Trajanssäule wurde im Jahre 113 n. Chr. zu Ehren des Kaisers Trajan errichtet. Sie steht auf dem damals gerade fertiggestellten Trajansforum und gedenkt Trajans Siegen in Dakien (dem heutigen Rumänien).
Trajanssäule, Rom
Trajanssäule
Die Säule besteht aus 29 Einzelteilen aus weißem Marmor, von denen das Größte bis zu 77 Tonnen wiegt. Vom Fundament an erreicht die Säule eine Höhe von 42 Metern. Dies entspricht der genauen Höhe des Hügels, der zuvor an ihrem Standort lag und abgetragen wurde, um eine freie Fläche für den Bau des Trajansforums zu schaffen.

Reliefband

Ein Band wunderschön gemeißelter Reliefs windet sich um die Säule. Mit einer Länge von über 180 Metern schwankt seine Breite zwischen 60 cm am Boden und 120 cm an der Spitze. Mehr als 2000 gemeißelte Figuren stellen die Geschichte der Dakienfeldzüge Trajans in den Jahren zwischen 101 – 102 n. Chr. und 105 – 106 n. Chr. dar.

Die Darstellung beginnt mit der Vorbereitung der Soldaten auf den Krieg und endet mit der Vertreibung der Dakier aus ihrem Heimatland.
Detail des Reliefs auf der Trajanssäule in Rom
Reliefs auf der Trajanssäule in Rom
Detail des Reliefs
Die Reliefs waren nicht immer in schlichtem Weiß gehalten: Ursprünglich waren sie vergoldet und bunt bemalt, wie viele antike römische Denkmäler.

Statue

Ursprünglich wurde die Säule von einer Adlerstatue gekrönt, die allerdings nach Trajans Tod durch eine sechs Meter Hohe Statue des Kaisers selbst ersetzt wurde. Seine Asche wurde – wie auch die seiner Frau Plotina – im Fundament der Säule beigesetzt. 1587 wurde die Statue abermals ersetzt, dieses Mal durch eine des Heiligen Petrus.

Rettung vor dem Abriss

Kaiser Trajan
Der Legende nach wurde die Säule von Papst Gregor dem Großen (590 – 604) vor dem Abriss bewahrt. Eine Reliefabbildung, auf der Trajan der Mutter eines toten Soldaten hilft, bewegte ihn so sehr, dass er zu Gott betete, er möge Trajans Seele aus der Hölle erlösen. Gott teilte dem Papst daraufhin mit, die Seele des Trajan sei erlöst.

Der Legende nach soll auch Trajans Zunge noch unversehrt gewesen sein, als seine Asche ausgegraben wurde. Die Zunge war ein Hinweis auf seine Erlösung aus der Hölle. Infolgedessen wurde die Gegend um die Säule heiliggesprochen und die Säule damit vor dem Abriss bewahrt.
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