Piazza Farnese

Farnese-Platz
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Der Piazza Farnese ist ein Platz im mittelalterlichen Zentrum Roms. Begrenzt wird der Platz vom Palazzo Farnese, dem größten Renaissancepalast Roms, der im 16. Jahrhundert für Kardinal Allessandro Farnese erbaut wurde.
Farnese-Platz, Rome
Farnese-Platz

Brunnen, Piazza Farnese, Rome
'Badewanne'-Brunnen

Palazzo Farnese, Piazza Farnese, Rome
Farnese-Palast
Der Piazza ist ein herrlicher, typisch römischer Platz. Der Platz liegt im historischen Herzen Roms nur eine Gasse vom deutlich hektischeren Campo de' Fiori entfernt.

Die beiden Brunnen im Zentrum des Platzes bestehen aus Granitbadewannen aus den antiken Caracallathermen. Jeder Brunnen ist von einer steinernen Iris gekrönt – dem Symbol der Farnese-Familie, Urheber des Farnese-Palastes, der dem Platz seinen Namen verlieh.

Farnese-Palast

Dominiert wird der Platz vom Palazzo Farnese, einem von Allessandro Farnese (der später als Papst Paul II. bekannt werden sollte) eingeweihten Spätrenaissance-Palast.

Der Bau begann im Jahre 1514 nach einem Entwurf von Antonio da Sangallo dem Jüngeren. Nach seinem Tode im Jahr 1546 übernahm Michelangelo das Projekt und fügte dem Entwurf diverse neue Elemente hinzu, wie etwa das drei Meter lange Gesims. Michelangelo begann auch die Umsetzung eines Planes zur Verbindung des Palastes mit der Villa Farnesina am anderen Flussufer, die ebenfalls der Farnese-Familie gehörte. Der Plan wurde nie vollständig umgesetzt – das einzige tatsächlich gebaute Teilelement ist die elegante Brücke über die Via Giulia.

Portal des Palazzo Farnese in Rom
Hauptportal

Sankt Birgitta Kirche, Piazza Farnese
Sankt Birgitta Kirche
Nach Michelangelos Tod im Jahre 1564 wurde der Farnese-Palast von Giacomo della Porta fertiggestellt, der noch bis 1589 an dem Projekt arbeitete.

Ein Großteil des Bauwerks wurde aus Material aus den Caracallathermen und dem Kolosseum errichtet. Viele der äußeren Bögen des Kolosseums wurden im Zuge des Baus zerstört.

Nach dem Aussterben der Farnese-Dynastie im 18. Jahrhundert fiel der Palast den Bourbonen in die Hände. 1874 richtete sich die französische Botschaft im Palast ein. Bis 2012 war der Palast demnach für die Öffentlichkeit unzugänglich. Nachdem sich allerdings eine vorübergehende Ausstellung als äußerst populär erwiesen hatte, entschloss sich der Palast, Fremdenführungen anzubieten. Unter www.inventerrome.com können Führungen gebucht werden.

Sankt Birgitta Kirche

Rechts vom Farnese-Palast steht eine kleine schwedische Kirche zu Ehren der hl. Birgitta von Schweden, die 1350 zur Gründung eines neuen Ordens nach Rom reiste.

1354 zog Birgitta in ein Haus am Farnese-Platz, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1373 lebte. Später wurde das Haus in eine Kirche umfunktioniert und der Heiligen gewidmet. Die aktuelle Barockfassade stammt erst aus dem 17. Jahrhundert.
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