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Vor über 1800 Jahren erbaut, erinnert das prächtige Pantheon noch heute an das große Römische Reich. Der Name Pantheon bezieht sich auf die ursprüngliche Funktion des Bauwerks als Tempel für alle Götter.
Pantheon, Rom
Pantheon

Opaion des Pantheons in Rom
Das Opaion
Mit seinen dicken Ziegelwänden und großen Marmorsäulen bietet das Pantheon dem Besucher umgehend einen überwältigenden Eindruck. Der bemerkenswerteste Teil des Gebäudes ist die mehr als 43 Meter hohe Kuppel. Noch bis zum Bau der Kathedrale von Florenz im Jahre 1436 war sie die größte Kuppel der Welt.

An der Spitze der Kuppel liegt eine große Öffnung, das Opaion, und bildete die einzige Lichtquelle. Drei Säulenreihen stehen in der vorderen Säulenhalle: Die erste Reihe besteht aus acht Säulen, während die anderen beiden jeweils vier Säulen umfassen. Ein großes Bronzetor gewährt Einlass in das zylindrische Gebäude. Sein Durchmesser entspricht der Innenraumhöhe von 43,4 Metern.

Frühere Tempel

Pantheon
Bevor das heutige Pantheon errichtet wurde, standen zwei andere Bauwerke an dieser Stelle. Das Erste, ein traditionell geradliniges, T-förmiges Gebäude, wurde zwischen 27 und 25 v. Chr. von Marcus Agrippa erbaut, Schwiegersohn des Augustus. Der Tempel war den Göttern Mars und Venus gewidmet. Im Jahre 80 n. Chr. brannte er ab, wurde aber von Kaiser Domitian wieder aufgebaut. 110 n. Chr. brannte das Gebäude nach einem Blitzschlag abermals nieder.

Im Jahre 118 n. Chr. ordnete Kaiser Hadrian abermals den Wiederaufbau des Pantheons an, dieses Mal allerdings in Form eines völlig neuen, runden Designs. Sieben Jahre später, im Jahr 125, wurde es fertiggestellt. Diese letzte Ausführung des Pantheons sollte dem Zahn der Zeit deutlich besser widerstehen: Noch heute ist das Pantheon fast völlig intakt.

Das Gebäude

Der Portikus

Portikus des Pantheon in Rom
Der Portikus
Die 16 großen, 60 Tonnen schweren Pfeiler des Portikus wurden in Ägypten aus dem Fels gehauen. Der Transport bis nach Rom erfolgte mit Lastkähnen und Schiffen. Die Säulen, jede davon mit einem Durchmesser von 1,5 Metern, tragen einen Giebel mit einer Inschrift, die das Pantheon Marcus Agrippa zuschreibt – obwohl es von Hadrian erbaut wurde.
In der Antike war der Giebel mit Bildhauereien aus vergoldeter Bronze geschmückt. Auf Befehl des Papstes Urban VIII. wurden diese allerdings entfernt, um den Baldachin im Petersdom zu schaffen.

Die Kuppel

piazza della Minerva
Blick von der
Piazza della Minerva
Das größte Problem, das sich den Römern beim Bau des Pantheons stellte, war das massive Gewicht der großen Kuppel. Um dieses Gewicht auch ohne die heute üblichen Verstärkungen tragen zu können, sollte die Dicke der Wände mit steigender Höhe abnehmen.

Auch nutzten die Römer für die Kuppel eine andere Sorte Beton, als für die Mauern. Am Fuße wurden äußerst dicke Wände (6 m) errichtet. An der Spitze der Kuppel wurde ein leichterer Beton eingesetzt, der nahe dem Opaion nur noch 2,3 Meter dick ist. Auch der Einsatz von Kassetten in der Decke sowie die Öffnung an der Spitze halfen bei der Reduzierung des Gewichts.

Innenraum

Innenraum des Pantheon
Innenraum
Ursprünglich ein Tempel für alle heidnischen Götter, wurde der Tempel im Jahre 609 zur Kirche umfunktioniert. Heute befinden sich im Pantheon die Gräber des berühmten Künstlers Raffael und mehrerer italienische Könige. Die kirchliche Innenraumgestaltung steht in Kontrast zur Gebäudekonstruktion des Tempels, doch der Marmorfußboden – dessen Gestaltung eine Reihe geometrischer Muster aufweist – ist noch ein Originalrelikt aus römischen Zeiten.

Piazza della Rotonda

Piazza della Rotonda
Piazza della Rotonda
Das Pantheon grenzt an den Piazza della Rotonda. Im Zentrum dieses rechteckigen Platzes steht ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, gekrönt von einem Obelisken.

Der ständig überfüllte Platz liegt im historischen Zentrum Roms, unweit des Piazza Navona, einem der schönsten Plätze Roms.
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