Janusbogen

Arco di Giano
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Der Janusbogen ist ein antiker Marmorbogen, der im 4. Jahrhundert n. Chr. während der Amtszeit Kaiser Konstantins I. erbaut wurde. Der am Rande des Forum Boarium gelegene Bogen hat vier Tore und wurde über einer Straßenkreuzung gebaut.
Janusbogen, Rom

Janusbogen
Janusbogen
Zur Blütezeit des Römischen Reiches wurden Triumphbögen wie der Septimus-Severus-Bogen und der Titusbogen gebaut, um die Siege des römischen Heeres zu feiern. Im Gegensatz dazu wurde der Janusbogen zu einem sehr pragmatischen Zweck errichtet: Es war Treffpunkt für die Händler des Viehmarktes auf dem Forum Boarium und bot ihnen Schutz vor Sonne und Regen.

Der Bogen

Der wuchtige Marmorbogen wurde mit Materialien aus älteren römischen Ruinen erbaut und umfasst zwei Nischenreihen, in denen einst Statuen standen. Die vier Schlusssteine sind mit Reliefs antiker Göttinnen verziert: Sie stellen Minerva und Ceres stehend dar, Roma und Juno sitzend.

Relief auf dem Janusbogen in Rom
Relief einer sitzenden Gott auf dem Janusbogen in Rom
Zwei der Reliefs
Im Mittelalter nutzte die Frangipani-Familie das Denkmale als Grundlage für einen Festungsturm. Der Turm wurde 1827 abgerissen, wobei leider versehentlich auch die ursprüngliche Attika über dem Bogen entfernt wurde. Teile der Inschriften, welche die Attika verzierten, finden sich heute in der nahe gelegenen Kirche San Giorgio in Velabro wieder.

Janus-Quadrifrons

Der vollständige Name des Bogens lautet Bogen des Janus Quadrifons. Er wurde lange für einen Tempel zu Ehren der römischen Gottheit Janus (lat.: Ianus) gehalten, des Gottes, der das Tor zum Himmel aufstieß. Er stand zudem für den Anfang und das Ende, weshalb er auch häufig mit zwei Köpfen dargestellt wird. Nach ihm ist der Monat Januar benannt, wie auch der lateinische Begriff für eine Tür oder ein Tor (ianua).

Janus wird auch häufig mit vier Köpfen dargestellt, daher der Begriff Quadrifons (was im Lateinischen grob „vier Fronten“ bedeutet). An der Ponto Fabricio auf der Tiberinsel– nur einen Steinwurf entfernt – finden sich zwei Hermen (Säulen mit Köpfen), die den viergesichtigen Januskopf tragen. Die vier Bogendurchgänge am Janusbogen wurden als Hinweis auf den viergesichtigen Janus verstanden, weshalb man annahm, dass der Bogen ebendiesem römischen Gott gewidmet war.
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