Baptisterium des Lateran

Battistero Lateranense
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Das Baptisterium des Lateran ist die älteste Taufkirche der Welt. Der Innenbereich wurde im siebzehnten Jahrhundert vollständig renoviert, doch Sie können in den Kapellen noch immer einige schöne Mosaike aus dem fünften bis siebten Jahrhundert bewundern.

Frühgeschichte

Baptisterium des Lateran, Rom
Lateran Baptistery

Baptisterium des Lateran, Innenansicht
Innenansicht

Die Kuppel der Baptisterium des Lateran in Rom
Die Kuppel
Das Baptisterium, auch bekannt unter dem Namen San Giovanni in Fonte, stammt noch aus der Zeit des Kaisers Konstantin und befand sich in der Domus Faustae, der Residenz der zweiten Ehefrau des Kaisers. Damals war das Baptisterium die weltweit einzige Taufkirche und alle Christen wurden hier vom Papst getauft. Als sich die Religion jedoch ausbreitete wurde dieses Vorgehen unpraktisch, weshalb es auch Priestern erlaubt wurde, Leute zu taufen.

Erzählungen zufolge wurde Konstantin selbst im Jahr 324 von Papst Silvester I. hier getauft. Tatsächlich wurde Konstantin jedoch auf seinem Totenbett getauft, im Jahr 337 in Achiron, nahe Nikomedia.

Das Baptisterium Heute

Das ursprüngliche Baptisterium, das lediglich aus einem Raum mit einem Nymphaeum (eine Fontäne mit einer natürlichen Quelle) in den Bädern der Domus Faustae bestand, wurde schon bald durch ein rundes Gebäude ersetzt. Das aktuelle, achteckige Gebäude stammt aus dem Jahr 432 und wurde von Papst Sixtus III. erbaut.

Der Eingang und die innere Kirchenvorhalle des Baptisteriums befinden sich auf der Südseite, doch Sie können es heutzutage auch von der Nordseite vom Piazza Giovanni Paolo II (ehemals Piazza San Giovanni in Laterano) nahe des Seiteneingangs der Lateranbasilika aus betreten.

Architektur

Taufbecken,  Baptisterium des Lateran, Rome
Das Taufbecken

Kapelle von Secunda und Rufina, Baptisterium des Lateran, Rome
Kapelle von Rufina

Venantius Fortunatus, Baptisterium des Lateran, Rome
Kapelle von
Venantius Fortunatus
Das achteckige Baptisterium diente als Beispiel für viele Taufkirchen weltweit. Von außen wirkt das aus Ziegelsteinen erbaute Gebäude recht streng und von der Piazza aus sind als dekorative Elemente lediglich die Reliefs mit den Insignien von Papst Alexander VII und der Fries unter dem Dach zu sehen, der 1657 von Francesco Borromini gestaltet wurde. Die Kirchenvorhalle jedoch ist reich mit antikem geschnitztem Gebälk und Porphyr-Säulen in korinthischer Ordnung verziert.

Das Gebäude wurde mehrfach renoviert. Der Dom, der eigentlich auf dem Architrave stand, wird nun von einer Arkade aus klassischen Porphyr-Säulen gestützt. Das Barocke-Innendesign ist relativ neu und stammt aus dem 17. Jahrhundert, dazu gehört auch der Bronzebeschlag, aber der Brunnen selbst - eine Basaltbadewanne - datiert zurück bis in die Antike.

Kapellen

Diverse Kapellen sind an das Baptisterium angebaut. Auf der Westseite befindet sich die Kapelle von Johannes dem Täufer, welche während des Pontifikats von Hilarius (461-468) erbaut wurde. Die bronzenen Türen kommen aus den Caracalla-Thermen. Wenn die Türen geöffnet werden erzeugen die Vibrationen in den Türangeln Töne ähnlich einer Kirchenorgel.

Gegenüberliegend befindet sich die Kapelle von Evangelist Johannes, welche im fünften Jahrhundert erbaut wurde. Die bronzene Tür wurde 1196 mit der Tür der Kapelle von Johannes dem Täufer als Vorlage hergestellt.

Die kleine Apsisförmige Kapelle von Secunda und Rufina ist mit Mosaiken aus dem fünften Jahrhundert verziert, welche Akanthusblätter vor einem blauen Hintergrund zeigen. Diese Mosaike stehen in starkem Kontrast zu den Mosaiken im byzantinischen Stil in der Kapelle von San Venanzio, welche von Papst Johannes IV. im Jahr 640 errichtet wurde. San Venanzio (Sankt Venantius Fortunatus) war ein Bischof und ein Dichter aus dem sechsten Jahrhundert. Obwohl sein Name anderes vermuten lässt, ist er nie heilig gesprochen worden.
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