St.-Nikolaus-Kirche, Kleinseite

Kostel svatého Mikuláše, Malá Strana
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Die St.-Nikolaus-Kirche aus dem 18. Jhdt. am Kleinseitner Ring ist die wichtigste Kirche Prags aus dem Hochbarock. Sie ist reichlich verziert mit vielerlei Fresken und Statuen.

Die Dientzenhofer

St.-Nikolaus-Kirche, Kleinseite
Blick vom Vrtba-Garten
Die Kirche wurde von Christoph Dientzenhofer entworfen, einem Baumeister aus Bayern. Er arbeitete von 1704 bis 1711 an der Kirche. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Fassaden und das Kirchenschiff fertiggestellt.

Christophs Sohn, Kilian Ignaz Dientzenhofer , der das jesuitische Clementinum in Prag besuchte, trat in die Fußstapfen seines Vaters als Baumeister. Nachdem er die St.-Nikolaus-Kirche am Altstädter Ring baute, fuhr er mit den Bauten an der St.-Nikolaus-Kirche in der Prager Kleinseite fort und vollendete sowohl den Chorraum als auch die Kuppel zwischen 1737 und 1752.

Fassade der St. Nikolauskirche auf der Kleinseite in Prag
Fassade der Kirche
Weder Vater noch Sohn sollten das Gebäude in seiner Vollendung sehen, denn sie verstarben beide bevor die Kirche fertiggestellt war. Der italienische Baumeister Anselmo Lurago, ein Student von Kilian Ignaz Dientzenhofer, übernahm die Leitung und überblickte die Fertigstellung der Kirche. Lurago ist auch der 79 Meter hohe Uhrenturm zuzuschreiben, den er zwischen 1751 und 1755 baute.

Innenleben

Das Innere der St.-Nikolaus-Kirche ist reichlich verziert mit vielen Fresken und Skulpturen, von den besten Künstlern der damaligen Zeit angefertigt.
Koepel van de St. Nicholaaskerk in de Praagse Kleine Zijde
Kuppel
Die 70 Meter hohe Kuppel ist mit dem Fresko “Die Heilige Dreifaltigkeit” verziert, einem Werk von Franz Palko. Die vier kolossalen Statuen unter der Kuppel wurden von Ignác Franz Platzer angefertigt, der wohl eher für die von ihm geschaffenen Statuen der kämpfenden Giganten am Eingang zur Prager Burg bekannt ist.

Die barocke Orgel der Kirche, von Tomáš Schwartz erschaffen und 1746 hier eingebaut, wurde 1787 von Mozart gespielt. Über ihr befindet sich ein Fresko der heiligen Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik. Die auffallende Kanzel im Zentrum der Kirche ist prunkvoll verziert mit vergoldeten Cherubim. Sie wurde 1765 von Richard und Peter Prachner angefertigt.
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