Laurenziberg

Petřín-Hügel
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Ein Stück südlich der Prager Burg liegt der Petřín, zu deutsch auch Laurenziberg genannt, geradezu gespickt mit Sehenswürdigkeiten. Die Berühmteste darunter ist der Petřín-Aussichtsturm, eine eiserne Konstruktion, die dem Eiffelturm ähnelt.
Laurenziberg, Prag
Laurenziberg
Einst bildete der Petřín die Grenze eines großflächigen Waldes. Im Mittelalter wurden Teile davon durch Gärten und Obstplantagen ersetzt.

Noch heute zieren unzählige Obstbäume den Hügel, der heute in weiten Teilen als grüne Lunge der Stadt fungiert, längst von ihr eingekreist. Verschlungene Wege führen aus der Prager Kleinseite den Hügel hinauf.

Sehenswürdigkeiten

Aussichtsturm Petřín

Aussichtsturm Petrin, Laurenziberg, Prague
Aussichtsturm


Spiegellabyrinth, Laurenziberg
Spiegellabyrinth


Hungermauer, Laurenziberg
Hungermauer

Sternwarte, Laurenziberg
Sternwarte
1891 wurde die Industrieausstellung in Prag abgehalten, ein Stück nördlich der Stadt. Zu den Attraktionen zählte ein Nachbau des Eiffelturms im Maßstab ¼. Erst zwei Jahre zuvor war das Vorbild in Paris für eine andere Ausstellung errichtet worden.

Seit der Aussichtsturm 1930 an seinen heutigen Standort auf dem Laurenziberg versetzt wurde, ist er im Volksmund als Petřín-Turm bekannt. 299 Stufen trennen den Besucher von der Spitze des Turms. Als Belohnung allerdings winkt ein großartiger Panoramablick über Prag.

Standseilbahn

Der Aussichtsturm Petřín ist Endstation der Standseilbahn, eines weiteren Relikts der Industrieausstellung. Die Seilbahn fährt am Fuße des Hügels los und hält auf halber Höhe an einem Restaurant, von wo aus sich ein hübscher Ausblick auf die Prager Burg und die Altstadt genießen lässt.

Spiegellabyrinth

Eine weitere Attraktion der 1891er Ausstellung ist bis heute erhalten geblieben: ein Spiegellabyrinth, sehr beliebt bei den Kindern. Das Labyrinth liegt in einem nachgebauten, mittelalterlich anmutenden Gebäude. Vorbild für den gotischen Stil stand das Spitze Tor, ein ehemaliges Tor des Wyschehrad, der Prager Hochburg.

Hungermauer

Hinter dem Labyrinth liegen die Überreste der Hungermauer, eines langen Verteidigungswalls, der zwischen 1360 und 1362 unter Karl IV. errichtet wurde. In einer Zeit, in der viele Menschen ohne Arbeit waren, hatte der König dieses Projekt ins Leben gerufen, um Arbeitsplätze zu schaffen und Hungersnöte zu vermeiden – daher der Name der Mauer. Von der ursprünglichen Mauer sind heute noch etwa 1200 Meter erhalten.

Sternwarte

Auch die Prager Sternwarte liegt auf dem Laurenziberg. Das Štefánik-Observatorium ist öffentlich zugänglich und gibt damit Hobbyastronomen die Gelegenheit, leistungsfähige Teleskope zu nutzen. Auch einige historische astronomische Geräte sind hier ausgestellt.

Kloster Strahov

Die Obstgärten am Hügel weisen den Weg zum Kloster Strahov, einem größtenteils barocken Gebäudekomplex aus dem Mittelalter. Im Inneren sind die eindrucksvollen Flure aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit atemberaubenden Fresken verziert. Auch das barocke Innenleben der Kirche von Strahov ist einen Blick wert.
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