Burgplatz

Hradčanské námĕstí
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Der Burgplatz, auch Hradschin-Platz, wurde im Mittelalter direkt vor der Prager Burg angelegt. Viele prunkvolle Paläste wurden vom 16. bis ins 18. Jahrhundert errichtet und grenzen den Platz ab.
Hradschin-Platz, Prag, Tschechien
Burgplatz
Unglücklicherweise nehmen Touristen diese wundervollen Gebäude kaum zur Kenntnis, da sie stur auf die Burg zugehen. Es lohnt sich, nicht der Herde zu folgen, sondern sich Zeit zu nehmen, um die Gebäude aus Renaissance, Barock und Rococo zu bestaunen oder eines der Museen zu besuchen.

Mariensäule

Im Herzen des Burgplatzes steht ein Denkmal, welches an das Ende der Pestepidemie erinnern soll, nachdem die Beulenpest 1713-1714 zum letzten Mal Prag heimgesucht hatte. Aus diesem Grund ist die Säule auch als Pestsäule bekannt.

Mariensäule, Burgplatz
Mariensäule
Sie wurde zwischen 1726 und 1736 nach Skizzen von Ferdinand M. Brokoff, der wohl am besten für einige Statuen auf der Karlsbrücke bekannt ist, errichtet. Nach seinem Tod 1731, wurde das Denkmal von seinem Schüler Ignaz Franz Weiss vollended. Der Sockel der Säule ist mit einigen Heiligenstatuen dekoriert, darunter der Heilige Veit und der Heilige Johannes Nepomuk. Eine Statue der Jungfrau Maria ziert die Spitze der mittleren Säule.

Paläste

Nach dem großen Feuer 1541 waren große Teile des Burgplatzes ausgelöscht. Viele der bömischen Adeligen beschlossen, hier neue Paläste zu errichten, näher am politischen Machtzentrum in der Prager Burg.

Palais Schwarzenberg

Palais Schwarzenberg, Burgplatz, Prag
Palais Schwarzenberg
Eines der ersten Palais, die hier errichtet wurden, war das Palais Schwarzenberg, welches auch einer der größten Paläste der Umgebung ist. Das Palais wurde 1545-1563 nach Vorlage des italienischen Architekten Agostino errichtet. Der Palast, welcher wegen seiner Sgraffito-Fassade mit Diamantquadern bekannt ist, beherbergt nun ein Museum mit Gemälden und Skulpturen aus der Barockzeit.

Palais Salm

Palais Salm, Burgplatz, Prag
Palais Salm
In direkter Nachbarschaft zum Palais Schwarzenberg befindet sich der klassizistische Palais Salm. Die Wurzeln des Gebäudes datieren ins Mittelalter zurück, doch sein heutiges Aussehen verdankt er einer Rekonstruktion, welche 1811 abgeschlossen wurde. In der Nähe des Palastes, mit dem Gesicht der Burg zugewandt, steht eine Statue von Tomáš Garrigue Masaryk, welcher der erste Präsident der Tschechoslowakei war. Die drei Meter hohe Statue, welche 2000 enthüllt wurde, wurde von den Bildhauern Jan Bartoš und Josef Vajce kreiert.

Erzbischöfliches Palais

Erzbischöfliches Palais, Burgplatz
Erzbischöfliches Palais
Gegenüber des Salmov-Palastes befindet sich das Erzbischöfliche Palais. Es wurde 1538 von Florian Grispek errichtet. Ferdinand I erwarb das Palais 1562 als Residenz des Erzbischofs und ließ es nach Plänen von Bonifaz Wolmut renovieren. Die elegante Rococofassade stammt aus dem Jahre 1760, als Erzbischof Prichovsky Herrn Jan Josef Wirch den Auftrag zur Renovierung des Palais gab.

Palais Sternberg

Eine kleine Gasse führt vom Erzbischöflichen Palais zum Palais Sternberg, einem kleinen Barockpalais aus dem frühen 18. Jahrhundert, welches eine beeindruckende Sammlung europäischer Gemälde vom 14. bis ins 18. Jahrhundert beherbergt, darunter Werke von Meistern wie Rubens, Rembrandt, El Greco und Goya.
Palais Toskana, Burgplatz, Prag
Palais Toskana
Auch eine interessante Sammlung von Porzellan ist im Chinesischen Kabinett zu sehen.

Toskana-Palast

Am anderen Ende des Platzes, gegenüber der Burg, befindet sich der Toskana-Palast, ein Barockpalais, welches Ende des 17. Jahrhunderts für Michael Oswald Thun errichtet wurde. Benannt ist es allerdings nach seinem darauffolgenden Besitzer, Gian Gastone de' Medici, Großherzog der Toskana.

Palais Martinitz

Palais Martinitz, Burgplatz
Palais Martinitz
Rechts neben dem Toskana-Palast befindet sich der malerischere Palais Martinitz, ein Renaissancegebäude, welches im 16. Jahrhundert errichtet wurde. Die graziöse Sgraffitofassade zeigt eine Bibelszene von Potiphar und Josef. Das Sgraffito, welches auch den Hof schmückt, wurde bei Renovierungsarbeiten von 1966 bis 1972 entdeckt.
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