Bethlehemskapelle

Betlémská kaple
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Die heutige Bethlehemskapelle ist eine Rekonstruktion der ursprünglichen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert, einem Symbol des Protestantismus. Jan Hus hat hier im frühen 15. Jahrhundert gepredigt.

Bethlehem

Bethlehemskapelle, Prag
Bethlehemskapelle
Die Bethlehemskapelle wurde zwischen 1391 und 1394 von den Anhängern des radikalen Predigers Jan Milícz Kromeríže gebaut. Die Kapelle erhielt den Namen "Bethlehem" als Relikt eines der ermordeten Babys in Bethlehem, die in der Kapelle aufbewahrt wurden.

Eine protestantische Festung

Die Kapelle hat eine historische Bedeutung als Ort des protestantischen Widerstands gegen die katholische Kirche. Jan Hus – ein protestantischer Reformator, der die Korruption der katholischen Kirche verurteilte und eine strenge Interpretation der Bibel wollte – predigte hier von 1402 bis 1412.

Bethlehemskapelle, Innenraum
Innenraum
Auch nachdem Hus zum Ketzer erklärt und im Jahr 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, blieb die Kapelle weiterhin ein Bollwerk des Protestantismus bis ins Jahr 1620, als die Protestanten in der Schlacht am Weißen Berg besiegt wurden. Die Kapelle wurde von der katholischen Kirche beschlagnahmt und später den Jesuiten übergeben, welche das Gebäude erweiterten.

Zerstörung und Restaurierung

Im Jahr 1782 hat Kaiser Joseph II. alle Kirchen abgeschafft, die keinen Wert für die Gesellschaft nachweisen konnten. Insgesamt wurden 23 Klöster und 35 Kirchen und Kapellen zerstört, oder für andere, nicht-religiöse Zwecke verwendet.

Die Bethlehemskapelle war eine von denen, die abgerissen wurde und nur Teile der Wände wurden intakt gehalten während einer Rückverwandlung in Wohnungen. In den 1950er Jahren wurde die Kapelle nach historischen Zeichnungen des Gebäudes neu aufgebaut.
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