National Maritime Museum

Nationales Schifffahrtsmuseum
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Das National Maritime Museum beleuchtet die historische Beziehung zwischen den Briten und dem Meer. Das Museum umfasst eine umfangreiche Sammlung an Stücken, die von Gemälden, Schiffsmodellen und Uniformen bis hin zu richtigen Schiffen reicht.
National Maritime Museum, nördlicher Eingang
Nördlicher Eingang
Der Bestand des Museums ist auf drei Örtlichkeiten in Greenwich aufgeteilt. Das Hauptgebäude des Museums liegt im Westflügel des Royal Naval Asylum, einer ehemaligen Schule für Weisenkinder. Viele der Seefahrtsgemälde des Museums werden im Queen's House ausgestellt, und weitere nautische Gegenstände finden sich im Royal Observatory.

Geschichte

Die Ursprünge des Museums reichen ins Jahr 1823 zurück, als in der Painted Hall des Old Royal Naval College die National Gallery of Naval Art eröffnete. Eine Sammlung aus 300 Gemälden und nautischen Gegenständen war in dem prächtigen Saal ausgestellt. 1934 wurde sie an das neu gegründete National Maritime Museum weitergegeben, das drei Jahre später im nahe gelegenen Queen's House eröffnete.

Noch heute umfasst das Queen's House eine Sammlung maritimer Gemälde, doch der Großteil der Stücke des National Maritime Museum befindet sich nun in einem separaten Gebäude, das im 19. Jahrhundert als Anbau zum Royal Naval Asylum errichtet wurde. Das Museum wurde 1999 umfassend modernisiert und eröffnete 2011 einen neuen Trakt mit einem modernen und geräumigen Eingangsbereich.

Das Museum

Museumsgalerie, National Maritime Museum
Museumsgalerie
Das National Maritime Museum glänzt mit einer Sammlung aus über zwei Millionen Stücken. Eine Auswahl dieser riesigen Sammlung ist über drei Stockwerke verteilt, die sich um einen glasüberdachten Innenhof gruppieren.

Erdgeschoss

Der neue Südeingang führt Besucher zur Galerie „Voyagers: Britons and the Sea“, die Besucher über eine Vielzahl an Gegenständen und audiovisuellen Installationen in die besondere Beziehung des Inselnation zum Meer einführt. Eine der Galerien im Haupttrakt ist den Entdeckern gewidmet – von den Wikingern bis hin zu den britischen Entdeckern – von denen viele ihr Leben ließen. Ein Raum mitten in der Haupthalle des Museums führt vor, dass die Arbeit auf Schiffen in arktischen Gewässern während des Zweiten Weltkriegs ebenso voller Gefahren steckte. Ein angrenzender Raum konzentriert sich auf die Seefahrtsgeschichte Londons von 1700 bis heute.

Königliche Schaluppe, National Maritime Museum
Königliche Schaluppe
Einige der größten Stücke des Museums sind in der Haupthalle zwischen den Galerien ausgestellt. Darunter sind auch einige Schiffe und eine bunte Sammlung hölzerner Galionsfiguren, die einst den Bug von Schiffen zierten. Der wichtigste Höhepunkt aber ist die 19 Meter lange Royal Barge (Königliche Schaluppe), 1832 für Prinz Frederick, den ältesten Sohn Georgs II., hergestellt. Die vergoldete Barge ist kunstvoll mit geschnitzten Figuren und Ornamenten verziert, die Britanniens Status als Seemacht symbolisieren.

Erster Stock

Eine riesige, auf den Boden der Haupthalle gemalte Weltkarte ist die neue Attraktion für die jüngsten Besucher, die sich dort in Miniaturboote setzen und auf den Spuren der Entdecker wandern können. Eine berührungsempfindliche Tafel bietet Besuchern mehr Informationen und Echtzeitdaten, während sie über die Karte schreiten.

Baltic Exchange Memorial Windows, National Maritime Museum
Baltic Exchange
Gedächtnisfenster
Die Galerien konzentrieren sich auf die Handelsrouten in die Winkel des Britischen Weltreichs, von der Neuen Welt bis nach Asien. Sie betonen auch die weniger angenehmen Aspekte der Seefahrtsgeschichte wie etwa die Sklaverei.

Pflichtprogramm im Museum sind die herrlichen Buntglasfenster aus dem und in Gedenken an das Baltic Exchange Building. Das Gebäude beherbergte einen Seehandelsmarkt und wurde 1992 Ziel eines Bombenanschlags durch Terroristen, doch die Fenster konnten aus dem Schutt geborgen werden. Die auffällige „Gherkin“ steht nun am ehemaligen Standort des Baltic Exchange.

Zweiter Stock

Das Obergeschoss bietet vielerlei Attraktionen für Kinder. Kleineren Kindern wird wohl das „Seahorse“ gefallen, ein Schiff in der Kindergalerie, während ältere Kinder sich im Schiffssimulator am Steuer versuchen können.

Schiffsmodelle im National Maritime Museum
Schiffsmodelle
Das Museum zeigt auch eine ausgezeichnete Sammlung an Schiffsmodellen von 1660 bis 1815, darunter ein großes Holzmodell der Royal William – eines Kriegsschiffs aus dem Jahr 1719, das hundert Kanonen trug.

Eine Galerie des Museums schließlich ist Großbritanniens berühmtestem Seefahrerhelden gewidmet, Admiral Horatio Nelson. Hier findet sich die Jacke, die Nelson 1805 in der Schlacht von Trafalgar trug, wo er tödlich verwundet wurde. Das Einschussloch in der Jacke ist noch klar erkennbar.
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