Museum of London

Museum der Stadt London
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Das Museum der Stadt London illustriert die Geschichte der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs von prähistorischen Zeiten bis ins frühe 21. Jahrhundert. Das Museum gehört zu den größten und darüber hinaus zu den interessantesten seiner Art.
Museum of London
Museum of London
Das Museum ist im Barbican ansässig, am Standort eines ehemaligen Römerkastells. Es liegt an einer belebten Kreuzung nahe der London Wall, einer Straße, die entlang der alten römischen Mauer um die Stadt führt. Vom Inneren des Museums aus ist ein Teil der Mauer sichtbar. Der Eingang zum Museum liegt im ersten Stock: Eine Rolltreppe auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt auf eine Fußgängerüberführung, über die der Museumseingang zugänglich ist.

Geschichte

Das Museum of London wurde 1976 in einem modernen Gebäude eröffnet, das von Powell und Moya als Teil des Barbicans entworfen wurde – einer typischen Nachkriegsanlage mit viel Beton und mehreren Hochhäusern in brutalistischem Stil. Das Museum selbst entstand durch die Kombination der Sammlungen aus dem Guildhall-Museum und dem London Museum im Kensington Palace.

Die Galerien

Innenansicht, Museum of London
Innenansicht
Das Museum umfasst eine eindrucksvolle Sammlung an Stücken zur Geschichte der Stadt. Über zwei Stockwerke verteilt, sind die Galerien des Museums in chronologischer Reihenfolge angeordnet. Besucher betreten das Museum im Obergeschoss, der die Ausstellungen zur Geschichte Londons von prähistorischen Zeiten bis zum großen Feuer von London im Jahre 1666 beherbergt. Das Stockwerk darunter umfasst die Galerien des modernen London, vom späten 17. Jahrhundert bis heute.

London noch vor London

Schädel eines Auerochsen, Museum of London
Schädel eines Auerochsen
Ausgrabungsstücke und Werkzeuge aus prähistorischen Zeiten vermitteln eine Vorstellung vom Leben am Ufer der Themse noch vor Gründung der Stadt. Hier finden sich ein 6000 Jahre alter Beilkopf, der Schädel eines Auerochsen, der Stoßzahn eines Mammuts, Waffen und Nutzgegenstände sowie die 5000 Jahre alten Gebeine der Shepperton Frau – einem der ältesten Menschen, die in dieser Region je gefunden wurden.

Das römische London

Das Forum von Londinium, Museum of London
Modell des Forums
Eine der eindrucksvollsten Galerien im Museum of London widmet sich Londinium (dem römischen London), das im Jahre 43 v. Chr. während der Invasion Britanniens durch Kaiser Claudius gegründet wurde. Hier finden sich ein herrlicher Mosaikboden, Wandfresken, Marmorbüsten aus dem Mithras-Tempel und vielerlei Stücke wie Münzen, Schmuck und sogar römische Bikinis! Maßstabsgetreue Modelle des Forums und des Hafens von Londinium vermitteln eine Vorstellung von der Größe Londons in der Epoche der Römer.

Das sächsische und mittelalterliche London

Das große Feuer von 1666, Museum of London
Das große Feuer von 1666
Die sächsischen und mittelalterlichen Galerien bieten uns einen Einblick in die Entwicklung Londons nach dem Rückzug der Römer im Jahre 410 – eine Zeit, in der durch Religion, Kriege und Pest finstere Zeiten über die Stadt hereinbrachen. Die letzte Ausstellung im Obergeschoss zeigt das Ausmaß der Zerstörung durch das große Feuer von 1666, in dem ein Drittel der Stadt dem Erdboden gleichgemacht wurde.

Das moderne London

Victorian Walk, Museum of London
Victorian Walk

Rote Telefonzelle, Museum of London
Rote Telefonzelle
Das untere Stockwerk des Museums dokumentiert das explosionsartige Wachstum der Stadt nach dem großen Feuer sowie die Vielzahl technologischer und sozialer Entwicklungen im viktorianischen Zeitalter. Eine interaktive Karte zeigt die reichsten und ärmsten Gegenden im viktorianischen London. Zum Pflichtprogramm des Museums gehört der Victorian Walk, ein vollständiger Nachbau einer Straße mit authentischen Geschäften aus dem 19. Jahrhundert. Auch der prächtige Art-déco-Aufzug aus dem Kaufhaus Selfridges sollte nicht verpasst werden.

Die politischen und sozialen Umwälzungen gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts werden ebenso beleuchtet. Historische Autos wie das Ford-Modell T und ein Ford aus dem Jahr 1936 illustrieren die sprunghaften Veränderungen im Verkehrswesen. Zwischen 1920 und 1930 hat sich die Zahl der Fahrzeugeigentümer in London nahezu verdreifacht. Schließlich findet sich auch eine fesselnde Ausstellung zum Ausmaß an Zerstörung und menschlichem Leid, das durch den „London Blitz“ im Zweiten Weltkrieg verursacht wurde.

Die Galerie „London World City“ konzentriert sich auf die Entwicklung Londons nach dem Krieg hin zu der modernen Metropole von heute. Hier liegt der Schwerpunkt auf Technologie und Design. Zu den Ausstellungsstücken gehören ein Schwarzweiß-Fernseher, ein Vespa-Roller, ein Telefon mit Wählscheibe und Mode aus den 70ern.

Lord Mayor's State Coach

Lord Mayor's State Coach, Museum of London
Lord Mayor's State Coach
Einer der Publikumsmagneten des Museums ist der Lord Mayor's State Coach, Herzstück der City Gallery. Die vergoldete Kutsche wurde bereits 1757 in Dienst gestellt und wird während der jährlichen Lord Mayor's Show noch heute vom Bürgermeister der Stadt London genutzt. Nicht einmal die Kutsche der Queen (ausgestellt in der Royal Mews) kann dieser Kutsche etwas vormachen – mit ihren bemalten Täfelungen und barocken Ornamenten steckt sie voller Prunk.

Museum of London Docklands

Nur ein kleiner Teil der Millionen Stücke aus den Sammlungen des Museum of London wird ausgestellt. Tatsächlich hat das Museum so viele Ausstellungsstücke, dass eine Zweigstelle in den Docklands eröffnet wurde, am West India Quay in Canary Wharf. Der Schwerpunkt dieses Museums liegt auf Londons Rolle als Hafenstadt.
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