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Der erstmals 1637 für die Öffentlichkeit zugänglich gemachte Hyde Park ist der größte der mit einander verbundenen, königlichen Parks in London, die zusammen eine große grüne Lunge in der Innenstadt formieren. Der Park selbst ist besonders für sein Speakers Corner weltbekannt.
Hyde Park, London
Hyde Park
Andere Parks sind die benachbarten Kensington Gardens, Green Park und St. James's Park. Hyde Park selbst umfasst eine Fläche von über 142 Hektar und ist Ausrichtungsort für viele große Veranstaltung, wie etwa Konzerte oder Volksfeste. Auch ist es ein sehr beliebter Platz zum Joggen, Schwimmen, Rudern, Picknicken und sogar zum Reiten.

Geschichte

Im Jahr 1536 beschlagnahmte König Heinrich VIII. den Hyde Park von den in der Westminster Abbey beheimateten Mönchen, um dieses Areal für die Jagd nutzen zu können. Erst im Jahr 1637 öffnete Karl I. den Park für die breite Öffentlichkeit.
Serpentine, Hyde Park
Serpentine
Die derzeitige Gestaltung des Parks folgte den Planungen des Architekten Decimus Burton aus dem Jahr 1825.

Serpentine

"The Serpentine" ist ein großer künstlich angelegter See am südlichen Ende des Parks und reicht bis in die benachbarten Kensington Gardens, in denen der See "Long Water" heißt. Königin Caroline und Frau von König Georg II. ließ diesen See im Jahr 1730 anlegen. Seitdem ist er beliebt zum Boot fahren oder Schwimmen.

Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen

Etwas südwestlich von "The Serpentine" ist ein zu Ehren der verschiedenen Prinzessin Diana entstandenes Denkmal.
Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen
Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen
Der moderne Brunnen, der mehr einem künstlichen Bach ähnelt als einem Brunnen, wurde im Jahr 2004 von Königin Elisabeth II. eingeweiht.

Dieses Denkmal wurde von der amerikanischen Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson anhand von Computermodellen entworfen. Der kreisförmige Brunnen besteht aus 545 aus Cornwall stammenden Granitplatten. Wasser läuft in ihm von zwei Seiten am oberen Ende in ein kleines Becken am Fuße der Installation.

Rotten Row

Rotten Row, Hyde Park
Rotten Row
Am südlichen Ende des Hyde Parks liegt Rotten Row, ein bekannter, fast 6,4 Kilometer langer Reitweg, der heute zum Reiten, Fahrradfahren, Rollerblading und zum Joggen genutzt wird.
Im 17. Jahrhundert wurde dieser Weg sehr oft von Wilhelm III. genutzt, der diese direkte Strecke vom Palast in Kensington zum St. James's Palace als zwar sehr schön aber zu gefährlich empfand und so Öllampen entlang der Straße installieren ließ. Das machte diese zur ersten beleuchteten, öffentlichen Straße Englands. Der Name "Rotten Row" ist aus dem französischen "route du roi", oder Weg des Königs, abgeleitet.

Speakers' Corner

Speakers' Corner
Speakers' Corner
Im 19. Jahrhundert wurde der Hyde Park zu einem beliebten Treffpunkt für die Bevölkerung. 1872 entwickelte sich Speakers' Corner, als Antwort auf Aufstände nachdem die Polizei versucht hatte, ein politisches Zusammentreffen zu unterbinden, zu einem Ort, an dem man weitgehend ohne Kontrolle frei sprechen durfte. Seitdem stehen jeden Sonntag Menschen auf Kisten und geben ihre Ansichten zu politischen, religiösen oder anderen Themen bekannt. Nur manchmal werden sie dabei von den Zuhörern unterbrochen oder verbal herausgefordert.

Marble Arch

Marble Arch
Marble Arch
Am nordöstlichen Ende des Hyde Parks liegt Marble Arch (Marmorbogen). Ursprünglich im Jahr 1827 als Zufahrt zum Buckingham Palace gebaut wurde er 1851 an seine heutige Position umgesiedelt. Die äußere Gestaltung von John Nash folgt dem Konstantinsbogen in Rom. Der obere Teil des Bogens wurde einst als winzige Polizeistation genutzt.

Still Water und Dschingis Khan

Still water und Dschingis Khan, Hyde Park
Dschingis Khan (links)
und Still Water (rechts)
Östlich des Marble Arch liegt eine Reihe von Brunnen, die hier 1961 errichtet wurden. Zwischen den Brunnen und dem Bogen stehen zwei moderne Statuen. Die Eine namens Still Water stellt einen riesigen, über 10 Meter hohen Pferdekopf dar. Die Bronzestatue des britischen Bildhauers Nic Fiddian-Green wurde hier 2009 enthüllt. In unmittelbarer Nähe des Pferdekopfs steht eine weitere moderne Bronzestatue aus dem Jahr 2012. Die Reiterstatue gedenkt dem legendären mongolischen Krieger Dschingis Khan und ist eine Schöpfung des russischen Bildhauers Dashi Namdakow.

Achilles Statue

Achilles Statue, Hyde Park
Achilles Statue
Die größte Statue im Hyde Park ist die Achilles Statue, 1822 zu Ehren des Herzogs von Wellington errichtet, dem Sieger über Napoleons Armee bei Waterloo. Die Bronzestatue wurde aus erbeuteten französischen Kanonen gegossen. Geschaffen wurde die Statue von Richard Westmacott, dessen Entwurf auf den Statuen von Castor und Pollux auf dem Quirinalsplatz in Rom basiert. Es handelte sich um eine Aktstatue, doch ganz im Sinne ihres Rufes waren die prüden Londoner äußerst schockiert. Westmacott sah sich also gezwungen, ein Feigenblatt hinzuzufügen, was der Statue ihr eher lächerlich Aussehen verleiht.

Weitere Statuen und Denkmäler

Im Hyde Park finden sich noch weitere Denkmäler und Statuen. Zu den Bemerkenswertesten gehört das 7/7 Memorial, das den Opfern der Terroranschläge vom 7. Juli 2005 gedenkt. Das Monument besteht aus 52 Edelstahlsäulen, von denen Jede einem der Opfer der Bombenanschläge gewidmet ist.

Reformers' Tree, Hyde Park
Reformers' Tree
Ein ganz anderes Denkmal ist der Reformer's Tree, ein kreisrundes Schwarz-Weiß-Mosaik aus dem Jahr 2001. Das Mosaik markiert den Standort einer Eiche, die während der Unruhen des Jahres 1866 niedergebrannt wurde. Der verkohlte Stumpf wurde als Schwarzes Brett für politische Kundgebungen der Reform League genutzt. Diese Kundgebungen wiederum sollten zur Einrichtung der nahe gelegenen Speakers' Corner führen.

Isis, Hyde Park
Isis
Ein klassischeres Denkmal ehrt den Autor und Naturalisten William Henry Hudson. Zum Zeitpunkt seiner Enthüllung im Jahr 1925 war das Monument – ein von Jacob Epstein geschaffenes Relief – äußerst kontrovers, wenn auch der Grund dafür heute kaum mehr ersichtlich ist.

Ein weiteres Denkmal stellt St. George mit einem Drachen dar. 1924 enthüllt, gedenkt es den Kavallerieregimentern, die in den Weltkriegen dienten.

Moderner zeigt sich da die “Isis”, eine drei Meter hohe Statue eines Ibis des britischen Bildhauers Simon Gudgeon. Die Statue wurde 2009 nahe dem Serpentine errichtet und ist nach der ägyptischen Göttin der Mutterschaft und Schutzgöttin der Natur und Magie benannt.

Der Rosengarten

Boy and Dolphin Fontain , Rosengarten, Hyde Park
Junge und
Delphin Brunnen
Der Hyde Park bietet allerdings mehr als nur Statuen und Denkmäler. Der größte Teil des Parks besteht aus offenen Grasflächen, die mit großen Bäumen gesprenkelt sind. Blumenbeete oder Büsche sucht man größtenteils vergeblich. Eine Ausnahme allerdings stellt der herrliche Rosengarten in der Südostecke des Hyde Park dar.

Hier finden sich Unmengen Blumen, ein langer, verschlungener Laubengang und zwei wundervolle Brunnen. Der Älteste der Beiden ist der Artemis-Brunnen, der die griechische Jagdgöttin Artemis darstellt (besser bekannt unter ihrem römischen Namen Diana). 1822 wurde der Brunnen von Richard Westmacott erschaffen, dem Bildhauer der nahe gelegenen Achilles Statue. Der andere Brunnen ist als Boy and Dolphin Fontain (Junge und Delphin Brunnen) bekannt. Geschaffen wurde er 1862 von Alexander Munro und stand ursprünglich in einem versunkenen viktorianischen Garten. 1995 wurde die Statue an ihren aktuellen Standort versetzt.

Brunnen der Lebensfreude

Brunnen der Lebensfreude, Hyde Park
Brunnen der Lebensfreude
Der größte Brunnen im Hyde Park ist der Joy of Life Fountain (Brunnen der Lebensfreude). Der Brunnen ist mit Bronzeskulpturen verziert, die über einem großen, kreisrunden Becken schweben. Im Zentrum stehen zwei Erwachsene, die zu tanzen scheinen und einander die Arme halten. Um sie herum liegen vier Kinderstatuen, die über dem Wasser zu schweben scheinen. Der Brunnen, ein Werk des Bildhauer Thomas Bayliss Huxley-Jones, wurde 1963 erschaffen und wird auch gelegentlich als Vier-Winde-Brunnen bezeichnet.
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