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Die Cutty Sark ist ein historischer Klipper, der eines der schnellsten Schiffe seiner Zeit war. Heute liegt sie in einem Trockendock in Greenwich in London. Nachdem ein Feuer das Schiff im Jahr 2007 fast zerstört hätte, wurde sie akribisch restauriert, um ihre alte Pracht wiederzuerhalten.
Cutty Sark, Greenwich, London
Cutty Sark, Greenwich
Cutty Sark
Als letzter Klipper, der als Handelsschiff gebaut wurde, wurde die Cutty Sark 1869 fertiggestellt. Es handelt sich um den einzigen erhaltenen Klipper aus dem 19. Jahrhundert.

Es wird gesagt, dass der Name des Schiffs von einem Gedicht von Robert Burns abgeleitet wurde, in welchem eine schöne Hexe ein “kurzes (Unter-)Hemd” - oder schottisch “cutty sark” - trägt. Die Galionsfigur soll diese Hexe repräsentieren.

Geschichte des Schiffes

Das Schiff wurde in Dunbarton, England, für Kapitän “Jock” Willis gebaut. Es wurde von Hercules Linton geplant, einem bekannten Schiffsarchitekten jener Ära. Das Schiff besteht aus einem Eisenskelett mit hölzernen Planken und wiegt 921 Tonnen bei einer Länge von 65 Metern.

Klipperrennen

Der Bug
Der Bug
Zu der Zeit, als die Cutty Sark gebaut wurde, hatte der Teehandel zwischen China und London seinen Höhepunkt erreicht und das Schiff sollte schnell sein, sodass Willis die Strecke über den Ozean schneller als seine Konkurrenten zurücklegen konnte. 1871 gewann man mit der Cutty Sark den jährlichen Klipperwettbewerb, ein Rennen von China nach London, in 107 Tagen. Die Cutty Sark gewann allerdings nicht immer. Das bekannteste Rennen war jenes gegen die Thermopylae im darauffolgenden Jahr, 1872. Die beiden Schiffe liefen in Shanghai am selben Tag aus, doch die Cutty Sark verlor ihr Ruder während des Rennens. Der Kapitän setzte die Reise fort und kam eine Woche nach der Thermopylae an. Seit diesem Rennen genoss der Klipper den Ruf eines tüchtigen Schiffes.

Erste Restauration

Innenraum Cutty Sark, Greenwich, Londres
Innenraum des Schiffes
Das Schiff wurde später an ein portugiesisches Unternehmen verkauft, und im Jahre 1895 wurde aus der Cutty Sark die Ferreira. Sie wurde nach zwanzig Jahren wiederum verkauft und in Maria do Amparo umbenannt. Wilfred Dowman, ein Schiffseigner im Ruhestand, der sah, wie die Cutty Sark ein Dampfschiff hinter sich ließ, wollte den Klipper wieder in sein Heimatland bringen. Er kaufte die Cutty Sark 1922 und restaurierte sie. Nach seinem Tod wurde die Cutty Sark für mehr als zwei Jahrzehnte als Trainingsschiff verwendet. 1954 wurde sie in ein Trockendock verlegt, wo sie sich bis heute befindet. Drei Jahre später wurde sie für die Öffentlichkeit geöffnet.

Ein Museumsschiff

Unterdeck Cutty Sark, Greenwich, Londres
Unterdeck
Besucher der Cutty Sark in Greenwich können das Schiff nun als Museum bestaunen. Gepflegt vom Cutty Sark Trust bezeugt das Schiff die feine Schiffsbaukunst des 19. Jahrhunderts und zieht Besucher, welche eine Vorstellung über das Leben auf einem Klipper bekommen können, in Scharen an. In diesem Museum findet man auch eine einzigartige Sammlung von mehr als 80 Galionsfiguren.

Feuerschäden und Restauration

Die Cutty Sark heute
Die Cutty Sark heute
Im Mai 2007 fiel das Schiff während Restaurationsarbeiten einem zerstörerischen Feuer zum Opfer. Teile des Schiffes blieben verschont, da wichtige Teile für Reparaturen entfernt wurden. Nach einer fünf Jahre dauernden und 50 Millionen Pfund teuren Restauration, wurde das Museumsschiff am 25. April 2012 von Queen Elizabeth II wiedereröffnet. Neben Restauration und Modernisierung wurde das Schiff auch mehr als drei Meter in die Höhe gehoben, was es Besuchern erlaubt, unter den Rumpf des Schiffes zu sehen.
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