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Canary Wharf ist ein modernes Hochhaus-Geschäftsviertel an den ehemaligen West India Docks auf der Isle of Dogs, östlich von London. Einige der höchsten und modernsten Wolkenkratzer der Stadt sind hier zu finden.

Docklands

Canary Wharf
Canary Wharf
Die Docklands, ein großes Gebiet entlang der Themse am östlichen Rand von London, war einst die Heimat des weltweit verkehrsreichsten Hafens.

In den 1960er Jahren nach dem Bau der Themse-Barriere - eine Sturmflutwehr - und einem modernen Containerhafen in Tilbury, kamen die Aktivitäten in diesem Gebiet zum Stillstand. Die vielen Kaianlagen und Lagerhäuser verfielen.

London Docklands Development Corporation

Im Jahr 1981 gründete Margaret Thatchers Regierung die 'London Docklands Development Corporation'. Der Zweck war die Revitalisierung von rund 2100 Hektar des Docks.

One Canada Square Tower, Canary Wharf
One Canada Square

1 West India Quay Tower, Canary Wharf
1 West India Quay

South Quay Fußgängerbrücke, Canary Wharf
South Quay
Fußgängerbrücke
Der erste große private Bebauungsplan, das 'Canary Wharf Projekt' wurde in der Mitte der 1980er Jahre ins Leben gerufen. Die kanadischen Entwickler Olympia & York kauften das Projekt und begannen im Jahre 1988 mit dem Bau von dem, was später das Herz der Docklands geworden ist.

Canary Wharf Tower

Die erste Büroturm, der Canary Wharf Tower (heute One Canada Square Tower), wurde 1990 erbaut. Mit 243 Metern war der Stahl-Turm mit der Pyramiden-Spitze das höchste Gebäude in Europa, zumindest bis zur Fertigstellung des Messeturms in Frankfurt, Deutschland, im selben Jahr.

Viele weitere Bürotürme waren geplant, aber die britischen Konzerne zögerten, an diesen Standort umzusiedeln. Trotz der Zusage von Margaret Thatcher, gab es keine U-Bahn-Verbindung und vor Ort fehlten Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie.

Erschwerend kommt hinzu, dass im Jahr 1992 eine Rezession den Zusammenbruch des Immobilienmarktes verursachte. Die Entwickler gingen in Konkurs und das ganze Projekt schien sich als ein enormer Fehlschlag zu erweisen.

Ein boomender Bezirk

Das Blatt wendete sich in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre. Der Immobilienmarkt wurde wiederbelebt und das Entwicklungsprojekt wurde von einem internationalen Konsortium von den bisherigen Eigentümern der Olympia & York übernommen.

Und schließlich wurde im Jahr 1999 die U-Bahn Jubilee Line bis zum Millennium Dome erweitert, mit Zwischenstopp in Canary Wharf. Jetzt nur noch 30 Minuten vom Herzen Londons entfernt, begann Canary Wharf, mehr und mehr Mieter zu gewinnen. Die meisten Mieter waren diverse Finanzinstitute.

Canary Wharf
Die Zahl der Arbeiter in der Region stieg von 13.400 im Jahr 1996 auf rund 90.000 im Jahr 2006. Canary Wharf verfügt nun über einen Cluster von Hochhäusern und wird bereits das Manhattan an der Themse genannt. Noch wichtiger ist, dass der Bereich jetzt auch begann, Einkaufszentren, Bars und Restaurants für die Bewohner anzulocken.

Es wird ein noch viel stärkeres Wachstum für die kommenden Jahre und Jahrzehnte erwartet, dadurch ist es zu Londons modernstem und dynamischsten Stadtteil geworden.

Sehenswürdigkeiten

Canary Wharf bietet mehr Sehenswürdigkeiten als nur moderne Hochhäuser. Das Gebiet umfasst eine Reihe einzigartiger Denkmäler und sogar ein Museum.

Traffic Light Tree (Ampelbaum)
Traffic Light Tree
Eines der Denkmäler ist als Traffic Light Tree (zu Deutsch „Ampelbaum“) bekannt, ein Bauwerk mit 75 Ampeln und Schöpfung des französischen Künstlers Pierre Vivant. 1998 wurde es als Ersatz für einen absterbenden Baum errichtet und soll die Hartherzigkeit in Canary Wharf symbolisieren. Das Denkmal steht am Rande von Canary Wharf in einem Kreisverkehr am Trafalgar Way.

Ein weiteres interessantes Denkmal ist der Zentaur, eine moderne Plastik des polnischen Bildhauers Igor Mitoraj. Das surreale Werk zeigt die mythologische Figur eines Pferdes mit männlichem Oberkörper und wurde 1992 am Montgomery Square installiert.

Canary Wharf beherbergt auch das Museum of the London Docklands, das die Geschichte der Docklands und der Themse von der Römerzeit bis heute dokumentiert. Das Museum – das am West India Quay in einem großen Lagerhaus aus dem 19. Jahrhundert liegt – ist eine Zweigstelle des Museum of London. Eine Statue vor dem Museum gedenkt Robert Milligan, einem Händler und Reeder, der die drei großen West India Docks errichten ließ und den Handel an Importwaren aus den karibischen Inseln kontrollierte.
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