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Geschaffen wurde der Piazza della Signoria im dreizehnten Jahrhundert. Durch seine Nähe zum Palazzo Vecchio und den Uffizien entwickelte sich der Platz zum Wichtigsten in Florenz.
Piazza della Signoria, Florenz, Italien
Piazza della Signoria
Die Fußgängerzone, an der eine Vielzahl an Cafés zu finden sind, wurde durch eine große Ansammlung von Statuen verschönert.

Die Uberti-Familie

Die Ursprünge des Platzes liegen im dreizehnten Jahrhundert, als das Gebiet der Uberti-Familie gehörte, welche zu diesem Zeitpunkt die mächtigste Familie in Florenz war. Die Ubertis unterstützten die Ghibellinen (eine Beführworterfraktion des Kaiserreiches), während deren Gegner, die Guelfen (eine Beführworterfraktion des Papstes), von der Buondelmonti-Familie gestärkt wurden. Beide Fraktionen versuchten Jahrhunderte lang die Kontrolle zu erlangen und schließlich gelang dies den Ghibellines.
1266 schließlich wurde aber die kaiserliche Armee in der Schlacht von Beneveto besiegt und die Guelfen verstießen die Uberti-Familie und all ihre Besitztümer wurden zerstört.
Palazzo Vecchio, Piazza della Signoria, Florenz
Palazzo Vecchio
Als Zeichen für den Sieg wurden die Trümmer für über ein Jahrzehnt nicht beseitigt. Danach wurde aus dem Gebiet ein öffentlicher Platz. Der Palazzo Vecchio sowie der angrenzende Uffizi Palast wurden ebenfalls auf früherem Besitz der Uberti-Familie erbaut.

Der Palazzo Vecchio

Der Bau für das neue Stadtratsgebäude begann Ende des dreizehnten Jahrhunderts. Fertiggestellt im Jahre 1322 kannte man dieses als Palazzo Popolo (Volkspalast), benannte es aber später zum Palazzo Vecchio (Altes Schloss) um. Die Anwesenheit des Schlosses spielte dem Piazza della Signoria eine Schlüsselrole in der politischen Geschichte Florenz' zu. Vom vierzehnten Jahrhundert an versammelten sich die Florentiner auf dem Platz für wichtige politische Versammlungen und die Herrscher hielten oftmals ihre Reden dort.

Statuen

Neptunbrunnen, Piazza della Signoria, Florenz
Neptunbrunnen
Obwohl der Platz nicht so groß ist wie die in anderen toskanischen Städten, wie etwa Siena, herrscht hier durch die vielen Sehenswürdigkeiten doch reges treiben. Der Platz könnte fast als Freiluft-Museum für Skulpturen bezeichnet werden. Diese Statuen erinnern die Besucher an die einst glorreiche Vergangenheit Florenz'.

Die bekannteste Statue auf dem Platz ist Michelangelos David, ein Meisterstück der Bildhaukunst der Renaissance. Die Skulptur wurde 1504 in Florenz geschaffen und wurde vor dem Palazzo Vecchio aufgestellt. 1873 wurde die Statue durch ein Duplikat ersetzt. Das Original steht heute in der Galleria dell'Accademia.

Reiterstatue des Cosimo I. de' Medici, Piazza della Signoria, Florenz
Cosimo I. de' Medici
1533 wurde eine weitere Statue, die des Herkules, geschaffen von Baccio Bandinelli auf dem Platz aufgestellt. Legenden zufolge wurde Florenz auf einem Sumpf errichtet, welcher von dem mythischen Helden gefüllt wurde.

Zwischen 1563 und 1575 wurde der Neptun-Springbrunnen erbaut. Dieser symbolisiert Florenz' Seemacht. Designt wurde dieser von Bartolomeo Ammannati und zeigt den römischen Gott des Meeres, welcher von Meeresnymphen umgeben ist.

Loggia dei Lanzi, Piazza della Signoria, Florenz
Loggia dei Lanzi
Die Reiterstatue des Cosimo I. de' Medici, welcher die Medici-Familie 1537 erneut an die Macht brachte, wurde von seinem Sohn Ferdinando in Auftrag gegeben und von Giambologna erschaffen. 1594 wurde diese schließlich auf dem Piazza della Signoria platziert.

Der Marzocco, eine Löwenstatue entworfen von Donatello in den Jahren 1418 bis 1420, wurde hier sehr viel später – im Jahre 1812 – ausgestellt. Aktuell steht dort ein Duplikat, das Original ist im Bargello zu finden.

Loggia dei Lanzi

Sehr viel mehr Statuen können im Loggia dei Lanzi betrachtet werden, welches im vierzehnten Jahrhundert errichtet wurde um während öffentlichen Versammlungen und Veranstaltungen Schutz vor Naturgewalten zu leisten. 1583 wurde das Dach des Loggia zu einer Terrasse umgebaut, die mit den Uffizien verbunden ist. Dies erlaubte den Medici Veranstaltungen und Feierlichkeiten, die auf dem Piazza della Signoria stattfanden, zu überwachen.
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