Basilica di San Lorenzo

Basilika San Lorenzo
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Die Basilica di San Lorenzo war die Pfarrkirche der Medici Familie. Mitglieder dieser reichen und mächtigen Familie wurden hier begraben. Die Kirche, die ursprünglich von Filippo Brunelleschi im 15. Jahrhundert entworfen wurde, ist ein frühes Beispiel der kirchlichen Architektur der Renaissance.
San Lorenzo, Florenz, Italien
San Lorenzo vom Dom gesehen
Die Basilica di San Lorenzo ist eine der ältesten Kirchen von Florenz und ihre Ursprünge können bis in die späte Römerzeit zurückverfolgt werden. Es war die Pfarrkirche der mächtigsten Familien in Florenz, den Medici, welche seit Generationen fortfahren würden, die Kirche zu verschönern. Ihr heutiges Aussehen geht bis 1419 zurück, als Giovanni de' Medici (Cosimo der Alte) Brunelleschi mit einer Rekonstruktion der Kirche beauftragte. Brunelleschi starb bevor die Rekonstruktion abgeschlossen war und viele andere Architekten arbeiteten an der Kirche, auf der Grundlage Brunelleschis ursprünglichen Renaissance-Designs.

Die Basilika

Frontfassade, Basilica di San Lorenzo, Florenz
Frontfassade
Die grobe Frontfassade der Basilika ist noch immer unvollständig. Michelangelo gestaltete ein Marmor-Design für die Fassade, aber es wurde nie umgesetzt. Das Interieur im Renaissance-Stil ist jedoch elegant mit weißen Wänden und grauen Säulenarkaden. Neben dem Altar stehen zwei Bronzekanzeln, entworfen von Donatello. Es war sein letztes Werk. Nachdem er im Jahre 1466 starb, wurden die Kanzeln von seinen Schülern fertiggestellt. Eine Marmordekoration vor dem Altar markiert das Grab von Cosimo dem Alten, dem ersten der Medici Herrscher.

Links vom Hauptaltar befindet sich der Eingang zur alten Sakristei, welche von Brunelleschi entworfen und zwischen 1422 und 1428 erbaut wurde. Donatello verzierte die Sakristei mit schönem farbigen Stuck und Reliefs.

Kreuzgang und Laurentinische Bibliothek

Der Kreuzgang der Basilika di San Lorenzo, Florenz
Kreuzgang
Der Kreuzgang, erbaut im Jahre 1462 durch Manetti, hat einen französischen Garten, welcher mit Hecken und Granatäpfeln bepflanzt ist. Von hier aus erreichen Sie die Medici-Bibliothek, welche auch als Bibliotheca Laurenziana oder Laurentinische Bibliothek bekannt ist. Im Jahr 1523 beauftragte Giulio di Giuliano de' Medici, der spätere Papst Clemens VII, Michelangelo mit der Gestaltung der Bibliothek. Der Bau begann im Jahr 1525, aber Michelangelo verließ Florenz im Jahre 1534 und die Bibliothek wurde von mehreren Architekten fertiggestellt, welche Michelangelos Entwurf folgten. Einer der originellsten Entwürfe, eine große Treppe in der Eingangshalle, wurde von Ammannati im Jahr 1559 gebaut. Der Lesesaal enthält zwei Abschnitte von Bänken, die ebenfalls von Michelangelo entworfen wurden.

Lesesaal der Laurentinischen Bibliothek, San Lorenzo, Florenz
Lesesaal
Die Bibliothek besitzt eine beeindruckende Auswahl an historischen Handschriften und Büchern, welche ursprünglich von Cosimo dem Alten gesammelt, und später durch die anderen Mitglieder der Familie Medici erweitert wurde. Die Sammlung umfasst wertvolle Gegenstände wie zum Beispiel den 8. Jahrhundert Codex Amiatinus (eine Bibel) und die älteste Version der Naturalis Historia, eine römischer Enzyklopädie. Im Jahr 1571 öffnete Cosimo I. de' Medici die Bibliothek für die Öffentlichkeit.

Medici Kapellen

Die meisten Mitglieder der Medici Familie sind in den Medici Kapellen begraben, welche von der Piazza Madonna degli Aldobrandini betreten werden können. Eine Treppe führt zur Cappella dei Principi (Kapelle der Fürsten). Sechs Großfürsten sind hier unter einer großen Kuppel begraben, welche von Buontalenti erbaut wurde und an Brunelleschis berühmte Kuppel der Kathedrale von Florenz erinnert.

Medici-Kapellen, Basilica di San Lorenzo
Medici-Kapellen
Die Ausschmückung der prächtigen Innenausstattung begann im Jahr 1604, aber es würde Jahrhunderte dauern, bevor es vollständig abgeschlossen war, mit der endgültigen Marmordekoration welche erst im Jahr 1962 hinzugefügt wurde. Sechzehn Wappen, welche die wichtigsten Städte in der Toskana repräsentieren, schmücken die Kapelle. Zwei Nischen enthalten Statuen von zwei Großfürsten, Cosimo II und Ferdinando I. Pläne, Statuen für die anderen Fürsten zu gestalten, wurden nie realisiert.

Die Kapelle ist mit der neuen Sakristei verbunden, welche von Michelangelo entworfen wurde. Einige der berühmtesten Statuen des Künstlers schmücken die Gräber von einem Sohn und Enkel von Lorenzo Il Magnifico, der über Florenz in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts herrschte. Die Grab-Statuen, welche Tag und Nacht symbolisieren, schmücken das Grab seines Sohnes Giuliano, während die Statuen welche Abenddämmerung und Morgendämmerung symbolisieren, das Grab von Il Magnificos Enkel Lorenzo schmücken.
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