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Der Bargello wurde im 13. Jahrhundert als Sitz des Stadtkommandanten erbaut und beherbergt heute ein Museum mit einer eindrucksvollen Sammlung florentinischer Renaissanceskulpturen.
Bargello, Florenz, Italien
Bargello
Ganze Räume sind solch berühmten Künstlern wie Michelangelo, Donatello, Giambologna und Cellini gewidmet.

Palazzo del Bargello

1255 wurde der Palazzo del Bargello errichtet, um den Podestà, den obersten Stadtkommandanten, zu beherbergen. Der Entwurf wird dem Baumeister Vasari da Lapo Tedesco – Vater des berühmten Architekten Arnolfo di Cambio – zugeschrieben und integriert ältere Bauwerke in den neuen Palazzo, so z.B. den Turm des Boscoli aus dem 12. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Palazzo mehrfach umgebaut, erweckt allerdings noch immer den Eindruck eines mittelalterlichen Bauwerks.

Nachdem Cosimo I. das Amt des Podestà abgeschafft hatte, wurde das Gebäude zum Amtssitz des Polizeichefs, des sogenannten Bargello, der dem Gebäude nun seinen Titel verlieh. Auch als Gefängnis wurde es eingesetzt. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten öffnete der Bargello 1865 als eines der ersten Nationalmuseen Italiens seine Pforten.

Das Museum

Innenhof des Bargello in Florenz
Innenhof
Im Bargellomuseum findet sich eine eindrucksvolle Sammlung aus einigen der wichtigsten Renaissanceskulpturen, einst im Besitz der mächtigen Medici-Familie.

Der Eingang des Museums führt in den Innenhof, wo bis 1786 Hinrichtungen vollstreckt wurden. Die Wände sind hier mit vielerlei Wappen geschmückt, die für hochrangige Beamte und einzelne Stadtteile stehen.

Der große Raum nahe den Treppen des Innenhofs wird auch Raum des Michelangelo genannt. Hier sind einige von Michelangelos Statuen zuhause, darunter der Bacchus und Brutus, sowie verschiedene Werke anderer Künstler des 15. Jahrhunderts: Giambologna, Vincenzo De'Rossi und Benvenuto Cellini, um einige zu nennen.

Verone, Bargello, Florenz
Verone
Der Treppenaufgang am Innenhof eröffnet den Weg in einen Säulengang, der auch der Verone genannt wird. Hier finden sich verschiedene Marmorstatuen von Giambologna, einem flämischen Künstler, der die meiste Zeit seines Lebens in Florenz gearbeitet hat.

Im zweiten Stock ist der Raum des Donatello der vielleicht Interessanteste. Er beherbergt die berühmteste Skulptur des Museums, die Bronzestatue des David, geschaffen von Donatello. 1450 war sie die erste Aktstatue, die seit Ende der Antike von einem westlichen Künstler erstellt worden war. Ein weiteres Highlight im Raum des Donatello sind die Tafelbilder, eigentlich als Teil eines Wettbewerbs zum Entwurf der Pforten der Taufkirche geschaffen.

Eine Ausstellung im dritten Stock zeigt Waffen- und Rüstungsbestände, wie sie von 13. bis ins 17. Jahrhundert getragen wurden. Auch finden sich im Museum Sammlungen interessanter Exponate aus Elfenbein, Keramik, alte Münzen und allerlei weitere Kunstgegenstände.
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