Westbahnhof

Nyugati pályaudvar
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Von Budapests drei größten Bahnhöfen ist Nyugati Pályaudvar (Westbahnhof) der Berühmteste, dank der Verwendung von Glas und Eisen, einer ungewöhnlichen Abweichung von der herkömmlichen Bahnhofsarchitektur des 19. Jahrhunderts.
Westbahnhof, Budapest
Westbahnhof
Dank des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs von 1867, welcher eine Doppelmonarchie schuf, erlangte Ungarn mehr Autonomie. Als Ergebnis erlangte seine Hauptstadt Budapest eine prominentere Position und um diese wachsende Bedeutung widerzuspiegeln, wurden mehrere große Bauprojekte durchgeführt.

Darunter wurde der Bau neuer Bahnhöfe, insbesondere der Westbahnhof im Jahre 1877 und der Ostbahnhof im Jahre 1884 abgeschlossen. Die Namen der Bahnhöfe deuten nicht auf ihren Standort in Budapest hin, sondern auf die Richtung, in welche die Züge fahren.

Errichtung

Westbahnhof vordere Fassade, Budapest
Vordere Fassade

Westbahnhof innenraum
Innenraum
Der neue Westbahnhof wurde auf dem Gelände errichtet, wo im Jahre 1846 der erste ungarische Zug von einem primitiven Bahnhof in Richtung Vác fuhr. Der Bau begann im Jahre 1874 und der Westbahnhof eröffnete nur drei Jahre später. Das Bauwerk hat einen ziemlichen Eindruck gemacht, mit einem Giebel aus Glas und Eisen, welcher von zwei monumentalen Pavillons flankiert wird. Das innovative Design wurde von August de Serres kreiert, der für das Eiffel Unternehmen aus Paris (die Firma, welche für den Bau des Eiffelturms und der Freiheitsstatue bekannt ist) arbeitete.

Der Bahnhof

Die Eisen-gerahmte Halle gilt als eines der besten Beispiele der Schmiedearbeiten des Unternehmens, welche typisch für die späten 1800er Jahre waren. Das Gebäude maß über 6000 Quadratmeter und war 25 Meter hoch als es fertiggestellt war, was es zum fünftgrößten Bahnhof in der Welt machte. Für viele Jahre war es zudem Europas modernster Bahnhof.

WestEnd

WestEnd Dachterrasse in Budapest
WestEnd Dachterrasse
Unterirdisch ist der Bahnhof mit einem der größten Einkaufszentren von Budapest, dem WestEnd verbunden. Das Einkaufszentrum, welches rund 400 Geschäfte aufweist, verfügt über einen künstlichen Wasserfall und wird von einer überraschend freundlichen Dachgartenterasse überdacht.
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