Große Synagoge

Zsinagőga
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Die Große Synagoge von Budapest gehört zu den größten Synagogen der Welt. Zudem ist sie dank ihrer Zwiebeltürme eines der charakteristischsten Wahrzeichen der Stadt.
Das stattliche jüdische Gotteshaus von Budapest (auch als Dohány-Synagoge bekannt) wurde zwischen 1854 und 1859 nach Plänen des Wiener Architekten Ludwig Förster gebaut (der in Ungarn auch Lajos Förster genannt wird).

Architektur

Große Synagoge, Budapest
Große Synagoge
Im Prinzip ist die Synagoge in maurischem Stil errichtet – mit ihren beiden hohen Türmen ist sie im gesamten Stadtteil Pest deutlich erkennbar. Aufmerksamen Touristen werden in der Architektur der Synagoge auch byzantinische, gotische und romantische Einflüsse auffallen.

Das Gebäude ist 53 Meter lang und etwa halb so breit. Es beherbergt 2964 Sitzplätze (1492 für Männer und 1472 für Frauen auf den oberen Galerien) und ist damit nach dem Temple Emanu-El in New York die zweitgrößte jüdische Synagoge der Welt. Das äußere Mauerwerk erstrahlt in Gelb und Rot. Buntglas-Fensterrosette liegt über dem Haupteingang, und die zwei mehrkantigen Türme auf beiden Seiten erheben sich bis auf 43,6 Meter, gekrönt von Kupferkuppeln.

Innenraum

Große Synagoge, Budapest
Das Innere der Synagoge wurde von Frigyes Feszl entworfen und zeigt sich äußerst farbenfroh und kunstvoll. Ungewöhnlicherweise beherbergt die Große Synagoge von Budapest auch eine riesige Pfeifenorgel, wie sie vielmehr in einer christlichen Kirche zu erwarten wäre. Diese prachtvolle Orgel umfasst etwa 5000 Pfeifen und wurde 1859 gebaut. Von großen Komponisten wie Franz Liszt und Camille Saint-Saëns weiß man, dass sie gerne auf diesem Instrument gespielt haben, und heute wird es häufig für Konzerte genutzt.

Das Bauwerk wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und in den 1990ern nach dem Fall des eisernen Vorgangs restauriert.
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