St.-Stephans-Basilika

Szent István Bazilika
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Mit einer Bauzeit von 50 Jahren ist die St.-Stephans-Basilika die größte Kirche Budapests. Sie ist dem hl. Stephan gewidmet, dem ersten christlichen König Ungarns. Seine rechte Hand gilt als wichtigste Reliquie des Landes und wird in einem Schrein in der Kirche aufbewahrt.

Die St.-Stephans-Basilika im Bau

St.-Stephans-Basilika, Budapest
Apsis der St.-Stephans-Basilika, Budapest
St.-Stephans-Basilika
Der Bau der Basilika begann im Jahre 1851. Der erste Architekt, der sich dem Entwurf widmete, war Jozsef Hild, dessen Vorstellung des Bauwerks im Stile der Klassik gehalten war. Als Hild 1867 während der Bauarbeiten an der Kirche verstarb, übernahm der Architekt Miklós Ybl seine Rolle und fügte der Basilika seine eigene Note hinzu, die sich eher an der Neurenaissance orientierte.

Aufgrund der Verwendung minderwertiger Baustoffe und einem Konstruktionsfehler im Tambour stürzte 1868 der Kuppel ein und verzögerte die Bauarbeiten erheblich. Auch der Tod des zweiten Architekten Miklós Ybl 1891 ließ den Bau ins Stocken geraten. Die Innenraumgestaltung der Basilika und die Fertigstellung des Gebäudes wurden letzten Endes von einem dritten Architekten übernommen – Jozsef Krauz. Eingeweiht wurde die Kirche schließlich erst 1905, und am 8. Dezember des Folgejahres legte Kaiser Franz Joseph den letzten Stein.

Kuppel des St.-Stephans-Basilika
Die Kuppel

Hauptschiff der St.-Stephans-Basilika
Hauptschiff

Decke des St.-Stephans-Basilika-Kuppel
Blick in die Kuppel

Reliquienschrein mit der Hand des Heiligen Stephan, St.-Stephans-Basilika
Schrein mit der Hand
des Hl. Stephan
Obgleich die Kirche ursprünglich nicht als Basilika ausgezeichnet war, wurde sie aufgrund ihrer schieren Größe umgehend von Anwohnern “die Basilika” genannt. Der Begriff darf mittlerweile offiziell verwendet werden, da Papst Pius XI. der Kirche 1931 den Ehrentitel “Basilica minor” verlieh. 1993 wurde die Kirche zur Kathedrale erklärt, als die Erzdiözese Esztergom zur Erzdiözese Esztergom-Budapest wurde.

Die Basilika

Der Grundriss der St.-Stephans-Basilika ist an einem Griechischen Kreuz orientiert. Das Zentrum wird von einer majestätischen Kuppel gekrönt, die mit einer Höhe von 96 Metern ebenso hoch ist, wie das Parlamentsgebäude. Die Höhe bezieht sich auf das Jahr 896, in dem die Magyaren das Karpatenbecken besiedelten, was später zur Gründung des heutigen Ungarns führte.
Die Terrasse um die Kuppel kann per Aufzug erreicht oder über 302 Stufen bestiegen werden und bietet einen Panoramablick über Budapest.

Die Relieffiguren, die das Tympanum schmücken, sind eine Schöpfung Léo Fesslers. Eben dieser Bildhauer war auch für die Statuen zuständig, die die Kolonnade der Apsis krönen. Auch schuf er die großen Statuen der vier Apostel in den Nischen des Tambours, das die zentrale Kuppel stützt. Die massive Holztür unter dem Tympanum ist mit Porträtmedaillons der zwölf Apostel verziert. Im rechten Turm hängt mit einem Gewicht von 9144 kg die größte Kirchenglocke des Landes.

Der Innenraum

Der Architekt Jozsef Krausz rief viele der berühmtesten Bildhauer und Maler Ungarns dazu auf, zur Ausschmückung des Innenraums der St.-Stephans-Basilika beizutragen. Das unglaublich kunstvolle Innere bietet etwa 50 verschiedene Sorten von Marmor, aufwendig verzierte Kapellen und viele Statuen, darunter eine Büste des Kirchenpatrons, des ersten christlichen Königs Ungarns. Um die Statue auf dem Altar zu platzieren, musste eine päpstliche Sondergenehmigung eingeholt werden.

Die Hand des Heiligen Stephan

In einer speziell angefertigten Kapelle – der Kapelle der “Heiligen Rechten” – wird die wichtigste Reliquie Ungarns aufbewahrt, die einbalsamierte rechte Hand des Heiligen Stephan. Die mumifizierte Hand liegt in einem Schrein und wird jährlich zum Todestag des Heiligen Stephan am 20. August in den Straßen der Stadt zur Schau gestellt.
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