Stadtwäldchen

Városliget
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Der Városliget, Budapests Stadtwäldchen, ist dank seiner vielen Attraktionen ein bevorzugtes Ausflugsziel für Anwohner und Besucher. Dazu gehören ein Zoo, mehrere Museen, eine Burg, Heilbäder und sogar ein Vergnügungspark.
Der Teich von Városliget - Budapest Stadtwäldchen
Der Teich
Der 1,2 km² große Park wurde 1896 pünktlich zu den Festlichkeiten anlässlich der 1000-jährigen ungarischen Geschichte fertiggestellt und bietet alles, was für einen erholsamen Tag nötig ist – von einem hübschen Teich bis hin zu einer Vielzahl interessanter historischer Sehenswürdigkeiten.

Heldenplatz

Heldenplatz, Budapest
Heldenplatz
Der Haupteingang des Parks führt über den Heldenplatz, ein Weltkulturerbe Ungarns.
Auf dem Platz stehen das Milleniumsdenkmal, das Museum der Schönen Künste und die Kunsthalle, die alle einen Besuch wert sind. Letztere gilt als bester Ausstellungssaal Ungarns.

Burg Vajdahunyad

Burg Vajdahunyad, Varosliget, Budapest
Burg Vajdahunyad
Herzstück des Stadtwäldchens ist die etwas wunderliche Burg Vajdahunyad, ursprünglich anlässlich der Jahrtausendfeierlichkeiten aus Pappe und Holz gebaut. Das Bauwerk wurde in verschiedenen architektonischen Stilen von romanischem bis gotischem Stil errichtet, um jedes verstrichene Jahrhundert seit Ankunft der Magyaren darzustellen. Die Burg erwies sich als so beliebt, dass sie aus Backsteinen neu aufgebaut wurde.

Der Teich

Eisbahn Eingang an Városliget in Budapest
Eisbahn Eingang
Der Teich des Stadtwäldchens ist der ideale Ort, um ein Ruderboot zu mieten (zumindest, wenn er nicht gerade ausgetrocknet ist). Im Winter lässt sich hier Schlittschuh fahren: Wenn der Teich zugefroren ist, wird er zur größten Freilufteisbahn Mitteleuropas. Das Eingangsgebäude, 1893 in barockem Stil errichtet, ist äußerst eindrucksvoll.

Denkmal des Anonymus

Denkmal des Anonymus, Varosliget, Budapest
Denkmal des Anonymus
Kunstliebhaber könnten sich für die Statuen begeistern, die überall im Park stehen, darunter auch die von Winston Churchill und George Washington. Erstaunlicherweise haben beide den Kalten Krieg unversehrt überstanden.

Die berühmteste Statue allerdings ist die eines Mönchs, 1903 von Miklós Ligeti gemeißelt. Über den namenlosen Mönch ist wenig bekannt, weshalb er mittlerweile als Anonymus bezeichnet wird. Der mysteriöse Mönch lebte im 12. Jahrhundert als Notar des Königs Béla III. Er gilt als Verfasser des ersten Geschichtsbuches der Ungarn, des “Gesta Hungarorum”. Den Stift des Mönchs zu berühren, soll Glück im Studium bringen.

Zeitrad

Zeitrad, Stadtwäldchen, Budapest
Zeitrad
Zwei Denkmäler zieren das Südende des Budapester Stadtwäldchens. Das Zeitrad (Időkerék), ein großes Granitdenkmal, wurde am 30. April 2004 enthüllt, dem Tag des Beitritts Ungarns zur Europäischen Union. Das Denkmal liegt nahe der Kunsthalle am ehemaligen Standort einer Lenin-Statue, die 1993 entfernt wurde. Es wiegt 60 Tonnen und erreicht eine Höhe von 8 Metern. Für Konzept und Bau des Zeitrads ist János Herner verantwortlich, nach einem Entwurf von István Janáky. Das Zeitrad arbeitet wie eine Sanduhr: Sand rieselt durch eine kleine Öffnung im Glas von oben nach unten, wobei das Rad am Ende jeden Jahres um 180 Grad gedreht werden soll – von Hand.

Denkmal für die Ungarische Revolution von 1956

Denkmal an den Volksaufstand 1956 in Budapest
1956 Denkmal
Etwas weiter westlich steht ein weiteres großes Denkmal, bekannt als 56-os emlékmű (56er-Denkmal) oder auch Denkmal an den Volksaufstand. Das Monument gedenkt dem ungarischen Aufstand gegen die sowjetische Besatzung im Jahr 1956.
Das Denkmal hat die Form eines Keils in einem 56-Grad-Winkel. Rostige Eisenträger werden schrittweise höher und gewinnen zum Schnittpunkt hin mehr Glanz. Das Denkmal symbolisiert die vereinten Kräfte der Ungarn, die sich zusammen einen Weg durch die kommunistische Herrschaft bahnen. Die Form hat den Spitznamen Vaskefe (Eisenbürste) auf sich gezogen. 2006 wurde das Denkmal zum 50. Jahrestag des Aufstandes enthüllt.

Széchenyi-Bad

Széchenyi-Badanlage, Városliget
Széchenyi-Bad
Zu den Publikumsmagneten im Városliget gehört auch die große Széchenyi-Badanlage (Széchenyi gyógyfürdő), eines der größten Bäder der Welt und zudem eines der heißesten Thermalbäder Budapests.
Das prunkvolle Eingangsgebäude wurde zwischen 1909 und 1913 nach einem neobarocken Entwurf Győző Cziglers und Ede Dvoráks errichtet. Vor dem Gebäude steht eine Statue von Zsigmondo Vilmos, Geologe und Entdecker der Thermalquellen, aus denen die Becken gespeist werden. Dank des heißen Wassers sind die Freibäder das ganze Jahr über geöffnet.

Vidámpark und Zoo

Das Stadtwäldchen beherrbergt auch den kleinen, historischen Vergnügungspark Budapests, den Vidámpark. Er beinhaltet eine Handvoll historischer Fahrgeschäfte, darunter das 1906 erbaute Karussel, das verhexte Schloss (1912) und die beliebteste Attraktion des Vergnügungsparks, die Hulluymvasut, eine Achterbahn. Die 1922 erbaute Achterbahn ist eines der ältesten der Welt.

Elefantentor, Budapest Zoo
Elefantentor
Nahe dem Vidampark liegt der zoologische Garten (Állartkert), eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Budapest. Obwohl der Zoo 1866 errichtet wurde, stammen die meisten Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert, was den Jugendstil der meisten Gebäude des Zoos erklärt. Insbesondere das Elefantenhaus ist einen Blick wert.
Die Aufmerksamkeit der meisten Zoobesucher allerdings gilt den Tieren, von denen der Budapester Zoo eine ansehnliche Zahl bitet: darunter Löwen, Eisbären, Gorillas, Krokodile, Elefanten und Nashörner, um nur einige der beliebtesten Arten zu nennen.
Nahe dem Zooeingang findet sich noch eine weitere kinderfreundliche Sehenswürdigkeit: der Hauptstädtische Großzirkus (Fővárosi Nagycirkusz).

Verkehrsmuseum

Budapest Verkehrsmuseum
Verkehrsmuseum
Das Verkehrsmuseum an der Westseite des Parks zeichnet die Entwicklung des Verkehrswesens nach. Unzählige Lokomotiven, historische Autos und Straßenbahnen werden hier ausgestellt. In der Nähe liegt das Luftfahrtmuseum, eine Zweigstelle des Verkehrsmuseums, in dem Luft- und Raumfahrzeuge ausgestellt werden – darunter auch die Raumkapsel des ersten ungarischen Astronauten.
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