Rathaus

Központi városháza
Bewertung
Das Rathaus von Budapest ist riesiges Barockbauwerk, das ursprünglich im 18. Jahrhundert als Unterkunft für Kriegsveteranen errichtet wurde. Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert wurde es umgestaltet, um die Stadtregierung von Budapest zu beherbergen.
In Budapest gibt es mehr als nur ein Rathaus. Genau genommen hat jeder der 23 Stadtbezirke sein eigenes Rathaus, doch die Központi Városháza dient als Rathaus für die gesamte Metropole Budapest.

Invalidenhaus

Dat Rathaus von Budapest
Rathaus Budapest
Die Geschichte der Rathausanlage reicht bis ins späte 17. Jahrhundert zurück. Kurz nach der Rückeroberung Budapests von den Türken durch die Habsburger brachte Erzbischof György Széchényi die Idee eines Wohnheims für Invalide und Kriegsveteranen ins Gespräch. Nach zunächst nur zögerlichen Fortschritten erhielt schließlich 1724 Anton Erhard Martinelli – ein österreichischer Architekt italienischer Abstammung – die Aufsicht über das Projekt. Der erste Flügel auf der Seite der Városház utca wurde 1747 fertiggestellt.

Die zentrale Portikus der Rathaus Budapests
Die zentrale Portikus
Ursprünglich war das Gebäude als Invalidenhaus (invalidus-ház) bekannt, war allerdings im Hinblick auf seine Größe und seine Verzierungen derart eindrucksvoll, dass es oft auch als Invalidus-palota bezeichnet wurde, der „Invalidenpalast“. Die 189 Meter lange Frontfassade umfasst drei Portiken, verziert mit allegorischen Statuen und Reliefs in Gedenken an die Siege des Eugen von Savoyen und Königs Karl III. über das Osmanische Reich.

Karlskaserne

Ende des 18. Jahrhunderts ließ Kaiser Joseph II. die Invaliden in eine andere Räumlichkeit umsiedeln, um das riesige Gebäude fortan als Kaserne der Grenadiere zu nutzen. Zu Ehren Karls VI. (in Ungarn als Károly VI. bekannt), unter dessen Herrschaft das Invalidenhaus gegründet worden war, wurde das Gebäude in Károly Kaszarnya oder Karlskaserne umbenannt.

Rathaus

Rathaus Budapest - neue Anbau  (c) Erick van Egeraat Associates
Der Rathaus-Anbau
© Erick van Egeraat Associates
1894 erwarben örtliche Behörden das Gebäude, um es als Rathaus und Amtssitz des Bürgermeisters von Budapest zu nutzen. Unter Federführung des Architekten Ármin Hegedűs wurde das Gebäude in einen Bürokomplex umgewandelt.

Die Originalpläne für die riesige Anlage waren sogar noch umfangreicher. Das Invalidenhaus war als rechteckiges Gebäude mit vier großen Innenhöfen geplant, fast doppelt so groß wie das heutige Bauwerk. Diese Pläne wurden allerdings nie umgesetzt, zum Teil aufgrund der Stadtmauer, die nördlich an das Gebäude anschloss und seine Ereiterung behinderte.

Diese Befestigungsmauern sind längst verschwunden, und 2008 enthüllte der Stadtrat von Budapest Pläne, dem Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert doch noch einen Nordflügel hinzuzufügen, in Richtung Károly Körút und Déak-Platz. Man entschied sich für einen modernen und relativ spektakulären Entwurf der niederländischen Architekturfirma Erick van Egeraat Associates. Der neue Anbau wird ein teils modernes, teils barockes Gebäude mit vier öffentlich zugänglichen Innenhöfen entstehen lassen, darunter auch ein Forum mit einem gläsernen Aussichtsturm, der Besuchern eine 360-Grad-Aussicht auf die Stadt bieten wird.
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