Margaretenbrücke

Margit híd
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Die Margaretenbrücke war die zweite dauerhafte Brücke über die Donau. Die ursprünglich zwischen 1872 und 1876 erbaute Brücke verbindet die Margareteninsel mit Pest und Buda.
Margaretenbrücke, Budapest
Die Margaretenbrücke
Sowohl die Brücke selbst als auch die Insel, welche die Brücke mit dem Festland verbindet, sind nach Prinzessin Margit (Margarete) benannt, Tochter des Königs Béla IV. Im Jahre 1241 versprach der König, seine Tochter ins Kloster zu schicken, sollte er erfolgreich die einfallenden Mongolen besiegen. Er hielt sein Wort und ließ auf der Insel ein Kloster errichten, in das er seine Tochter verbannte.

Geschichte

Angesichts der Erfolgsgeschichte der Kettenbrücke – die sich als Katalysator für das wirtschaftliche Wachstum Budapests erwiesen hatte – wurden Pläne für den Bau einer zweiten Donaubrücke geschmiedet. 1871 wurde eine Ausschreibung zum Bau einer neuen Brücke nahe der Südspitze der Margareteninsel organisiert.

Dekorative Statue auf der Margaretenbrücke in Budapest
Dekorative Statue
Aus insgesamt 43 Vorschlägen wurde ein Entwurf des französischen Bauingenieurs Ernest Goüin gewählt. Der Bau begann im Jahre 1872, und vier Jahre später wurde die Brücke für den Verkehr geöffnet. 1899 und 1900 wurde eine Abzweigung errichtet, um die Margareteninsel an die Brücke anzuschließen – bis dato war die Insel ausschließlich per Boot erreichbar gewesen.

Im November 1944 brachte die Wehrmacht Sprengstoff an der Brücke an, um sich auf den Rückzug vorzubereiten. Die Pioniere sprengten die Brücke versehentlich während der Hauptverkehrszeit, wodurch Hunderte Zivilisten zu Tode kamen. Kurz nach dem Krieg wurde die Brücke wiederaufgebaut. Der östliche Abschnitt wurde 1947 eröffnet, und bereits ein Jahr darauf war die Brücke fertiggestellt.

Architektur

Die V-Form der Margaretenbrücke in Budapest
Die V-Form
Die Margaretenbrücke erstreckt sich über eine Länge von über 600 Metern. Sechs stählerne Fachwerksegmente ruhen auf riesigen Pfeilern. Erbaut wurde die Brücke von der „Société de Construction des Battignoles“, der pariser Baufirma von Ernest Goüin – einem der Pioniere im Bau von Stahlbrücken.
Zu den bemerkenswertesten Aspekten der Brücke zählt ihre ungewöhnliche V-Form: Auf Höhe der Abzweigung zur Margareteninsel hat die Brücke einen 165-Grad-Winkel.

Die Brückenpfeiler sind mit wuchtigen Überhängen verziert, erstellt durch den französischen Bildhauer Adolphe Martial Thabard, einen Schüler von Francisque Duret. Große Galionsfiguren in Form geflügelter Frauengestalten schmücken die Überhänge. Der mittlere Pfeiler trägt eine Gedenktafel. Über der Tafel findet sich ein Relief der ungarischen Krone, flankiert von zwei Obelisken.
Panoramablick auf die Margaretenbrücke
Die Margaretenbrücke mit der Margareteninsel im Hintergrund

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