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Am Zugang zum Stadtwäldchen liegt der Budapester Heldenplatz, umrahmt vom Kunstmuseum und der Kunsthalle. Der Platz würdigt und gedenkt den großen Führungspersönlichkeiten der ungarischen Geschichte.
Heldenplatz, Budapest
Heldenplatz

Stammesfürsten, Millenniumsdenkmal, Heldenplatz, Budapest
Millenniumsdenkmal
Der Heldenplatz (zu Ungarisch Hősök tere) gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Budapest. Die Metró, die viele der Touristen zum Heldenplatz befördert, ist eine Attraktion für sich: Die Metró-Linie M1 gehört zu den ältesten U-Bahnen der Welt (eröffnet im Jahre 1896) und wurde sogar zur Welterbstätte erklärt.

Sowohl der Heldenplatz als auch das Városliget, das angrenzende Stadtwäldchen, wurden hier gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Feier des 1000-jährigen Jubiläums der magyarischen Eroberung Ungarns im Jahre 895 geschaffen. Da viele der Attraktionen nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnten, wurden die Feierlichkeiten ein Jahr später abgehalten, 1896. Der Platz erhielt seinen aktuellen Namen erst im Jahr 1932, drei Jahre nach Fertigstellung des Millenniumsdenkmals.

Seit seinem Bau wurde am Heldenplatz eine Vielzahl besonderer Veranstaltungen abgehalten, darunter auch viele sozialistische Festlichkeiten, die während der Zeit des Kommunismus hier inszeniert wurden. 1989 war er Schauplatz der feierlichen Wiederbestattung Imre Nagys, des Anführers im Aufstand gegen die sowjetische Besatzung im Jahr 1956.

Millenniumsdenkmal

Millenniumssäule, Heldenplatz, Budapest
Millenniumssäule
Im Zentrum des Heldenplatzes steht das Millenniumsdenkmal, das 1894 von Albert Schickedanz entworfen und erst 35 Jahre später fertiggestellt wurde. Die Vielzahl an Statuen wurde von György Zala entworfen.

Über dem Heldenplatz thront die Millenniumssäule, Herzstück des Millenniumsdenkmals. Die Spitze der Säule wird von einer Statue des Erzengels Gabriel geziert.

Hinter der Säule liegt eine halbkreisförmige Kolonnade mit Statuen berühmter Persönlichkeiten der ungarischen Geschichten. Die Statuen auf dem Säulengangen stehen für Krieg, Frieden, Arbeit und Wohlbefinden sowie Wissen und Ruhm.

Um das Fundament des Denkmals reihen sich einige Reiterstatuen zu Ehren des Árpád und der sieben Stammesfürsten der ungarischen Völker, die einst das heutige Ungarn eroberten.

Museum der Schönen Künste

Museum der Schönen Künste, Heldenplatz
Museum der Schönen Künste
Das Museum der Schönen Künste grenzt an die Nordseite des Heldenplatzes. Das riesige, klassizistische Gebäude beherbergt eine erlesene Sammlung europäischer Kunst.

Die Galerie des Museums enthält Arbeiten von Altmeistern wie Raffael, Tizian, El Greco, Goya, Vermeer, Rembrandt, Dürer und Rubens. Auch besitzt das museum eine Sammlung von Statuen und Kunstgegenständen aus dem Mittelalter, der Antike und dem alten Ägypten.

Das Gebäude selbst ist ein äußerst beeindruckendes neoklassisches Bauwerk. Es wurde ebenfalls von Albert Schickedanz entworfen, unterstützt von seinem Partner Fülöp Herczog.

Kunsthalle

Kunsthalle (Műcsarnok), Heldenplatz, Budapest
Műcsarnok
Gegenüber des Museums für Schöne Künste steht der Műcsarnok (Kunsthalle), ein weiteres Bauwerk im Stil griechischer Tempel, das eine hervorragende Ergänzung zum Museum der Schönen Künste darstellt. Der Műcsarnok ist eine Ausstellungshalle, die hauptsächlich zeitgenössischen Ausstellungen gewidmet ist.

Auch dieses Gebäude wurde von Albert Schickedanz in Zusammenarbeit mit Fülöp Herczog geschaffen. Der Műcsarnok stellt eine prachtvolle Fassade mit vergoldeten Säulen zur Schau. Das Tympanum ist mit einem farbigen Mosaik verziert, das den heiligen Stephan als Schutzherr der Künste darstellt.
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