Bewertung
4 Stimmen
Links
Das Gerbeaud ist eine berühmte Konditorei in einem stattlichen Gebäude am Vörösmarty-Platz, direkt im Herzen Budapests. Sowohl bei Touristen und Anwohnern ist es sehr beliebt, hier bei einer Tasse Kaffee und leckerem Gebäck zu entspannen.

Geschichte

Gerbeaud-Haus, Budapest
Gerbeaud-Haus
Im Jahr 1858 eröffnete Henrik Kugler, Nachfahre einer Konditorfamilie, sein eigenes Lokal am József-Nádor-Platz. Bald schon wurde es beliebt für seinen Kaffee, Spirituosen, Eis, Bonbons und andere Leckereien. 1883 bot Kugler dem jungen Schweizer Konditor Émile Gerbeaud an, als Partner einzusteigen.

Emile Gerbeaud
Émile Gerbeaud
Schrittweise übernahm Gerbeaud das Geschäft von Kugler. Gerbeaud machte sich mit seinen originellen Rezepten einen Namen, die auf Ausstellungen in ganz Europa mit Preisen ausgezeichnet wurden. Unter seiner Führung wuchs das Geschäft rasant und umfasste zeitweise beinahe 150 Angestellte.

Gerbeaud führte auch die Idee ein, den Besuch in der Konditorei als Erlebnis zu gestalten. 1910 ließ er den gesamten Innenraum in Pariser Stil umdekorieren. Auch bestand er darauf, nur hochwertigstes Gebäck herzustellen, das auf Silbertabletts oder in stilvollen, speziell entworfenen Schachteln serviert wurde.

Gerbeaud-Haus

Café Gerbeaud,  Innenansicht
Innenansicht

Gebäck-Schaufenster, Gerbeaud
Gebäck-Schaufenster
Die Konditorei liegt im Gerbeaud-Ház (Gerbeaud-Haus), das die Nordseite des Vörösmarty-Platzes vereinnahmt. Ursprünglich wurde das Gebäude 1861 als Sitz der Bank Pesti Magyar Kereskedelmi errichtet. Im Jahr 1870 zog Henrik Kugler ins Erdgeschoss des Bankgebäudes ein.

Das Gerbeaud-Ház wurde von József Hild entworfen, der auch für die ursprünglichen Pläne der St.-Stephans-Basilika verantwortlich war. Hild erschuf eine monumentale, wenn auch elegante Frontfassade. Der Mittelteil wird von einer Reihe großer korinthischer Säulen dominiert und ist subtil mit Ornamenten wie Fratzenköpfen und Girlanden verziert.

Das prächtige Innere stammt aus einer späteren Epoche und erinnert an den Prunk des frühen 20. Jahrhunderts. Dekoriert wurde es von Henrik Darilek in einer Mischung aus Jugendstil und Rokoko. Besucher sitzen an Marmortischen in nobler Umgebung unter stattlichen Kronleuchtern und Stuckdecken.

Das Gerbeaud heute

Gerbeaud Gebäck
Gerbeaud Gebäck
Das Gerbeaud-Haus wurde 1997 vollständig renoviert, und sein schwelgerischer Innenraum ist bis heute so charmant, wie er zu seiner Blütezeit im frühen 20. Jahrhundert gewirkt haben muss.

Heute ist das Gerbeaud die berühmteste Konditorei in Budapest. Besonders beliebt ist es bei Touristen, welche die schmackhaften Gebäckspezialitäten kosten möchten, die noch immer nach dem Originalrezepten Émile Gerbeauds erstellt werden. Neben einem Kaffeehaus umfasst das Gerbeaud auch noch ein Bistro, ein Restaurant, sowie einen Catering-Service für Veranstaltungen.
963
budapest
de
x
© 2017 www.aviewoncities.com