Gellért-Hotel und Bad

Gellért Szállo és Fürdő
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Am Fuße des Gellértbergs steht das berühmte Hotel Gellért, das sich ein Grundstück mit den herrlichen Gellért-Thermalbädern teilt. Das Hotel wurde 1918 als erstes Luxushotel Budapests eröffnet.

Geschichte

Hotel Gellért, Budapest
Gellért-Hotel

Haupthalle des Hotel Gellért in Budapest
Haupthalle

Oberlichter, Hotel Gellért, Budapest
Oberlichter

Buntglasfenster, Hotel Gellért, Budapest
Buntglasfenster
Die Hotel- und Badeanlage wurde über einer Thermalquelle errichtet, die bereits in der Antike entdeckt worden war. Die heilende Wirkung der Quelle war bereits den Römern wohlbekannt. Erstmals erwähnt wurde ein permanentes Badehaus in Quellen aus der Zeit König Andreas II., der im frühen 13. Jahrhundert über Ungarn herrschte. Während der osmanischen Besatzung wurde das Badehaus erweitert und 1894 abgerissen, um Platz für die Freiheitsbrücke zu schaffen.

Der Bau der heutigen Prachtanlage begann im Jahr 1912. Sechs Jahre später, am Ende des Ersten Weltkriegs, wurde sie eröffnet. Die Bäder wurden 1927 durch ein Wellenbad erweitert und 1934 durch einen Whirlpool. 1945, während der Belagerung von Budapest gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde das Gellért-Hotel schwer beschädigt. Kurz nach dem Krieg wurde es wieder instand gesetzt und modernisiert. 1931 wurde es renoviert, um die Pracht seiner Vorkriegszeit wiederaufleben zu lassen, und 2008 vollständig saniert.

Das Hotel

Bereits kurz nach seiner Eröffnung wurde das Hotel Gellért als erstes Luxushotel Budapests berühmt. Seine Thermalbadeanlagen gehörten zu den prunkvollsten und modernsten in Europa, wo es schon bald von sich Reden machte. Bis heute ist es eines der berühmtesten Hotels des ganzen Kontinents.

Erbaut wurde das Hotel im modernen Sezessionsstil, einer örtlichen Variante des Jugendstils. Der Entwurf stammt von den drei ungarischen Architekten Ármin Hegedűs, Artúr Sebestyén und Izidor Sterk.

Nordfassade des Gellért-Hotels, Budapest
Nordfassade

Venus und Amor, Hotel Gellért, Budapest
Venus und Amor
Das Gebäude besitzt riesige Fassaden mit imposanten überkuppelten Eingängen. Die Hauptfassade an der Flussseite wird von einer pyramidenförmigen Kuppel gekrönt. Die Fassade Richtung Gellértberg trägt eine Kuppel in byzantinischem Stil und einen riesigen Bogen-Portikus mit gemeißelten Reliefs von Aladár Gárdos.

Das Innere des Hotels ist prächtig. Die Haupthalle ist von einem großen, gewölbten Oberlicht gekrönt und mit großen korinthischen Säulen und Statuen in Nischen dekoriert. Direkt unter dem Oberlicht liegt eine Reihe farbenfroher Buntglasfenster.

Von der Halle aus lässt sich das Hauptbecken erspähen, ebenfalls unter einem gewölbten Oberlicht. Säulen um das Schwimmbecken sind wunderschön mit eingemeißelten Reliefs verziert. Je nach Wetterlage ist das Glasdach häufig offen.

Im Treppenaufgang am Ende der Lobby befindet sich ein Buntglasfenster, das 1993 nach einem Entwurf Bozó Sztanisits' erstellt wurde. Das von hinten beleuchtete Fenster stellt die Sage vom Wunderhirsch dar, ein Gedicht von János Arany, welches auf einer alten ungarischen Legende beruht.

Die Bäder

Noch üppiger verziert sind die Bäder mit ihren bunten Majolika-Fliesen, gemeißelten Marmorpfeilern und sinnlichen Frauenstatuen. Für Männer und Frauen stehen separate Bäder zur Verfügung, jedes mit mehreren unterschiedlich temperierten Becken. Der Eingang zu den Bädern liegt am Kelenhegyi ùt gegenüber dem Gellértberg. Hotelgäste haben freien Zutritt und können die Bäder direkt per Fahrstuhl erreichen. Hier findet sich auch ein Sprudelbad, eine Schwitzstube, eine Sauna und ein Heilbereich.

Gellért-Brunnen, Budapest
Gellért-Brunnen
Das Hotel bietet zudem ein großes, 38 Meter langes Außenbecken mit einer Wellenmaschine sowie ein Freiluft-Thermalbad. Die Becken finden sich in einem stilvollen Terrassengarten, der mit zahlreichen Statuen, Fratzenköpfen und einem Wasserfall geschmückt ist.

Gellért-Brunnen

Vor dem Gellért-Hotel steht ein überkuppelter Brunnen, der 2003 vom ungarischen Architekten Sándor Dévényi erbaut wurde und die Thermalquellen der Stadt symbolisiert.
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