Gellértberg

Gellért hegy
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Der Gellértberg erhebt sich in majestätischer Schönheit über die Donau und bietet seinen Besuchern einen Rundblick auf die Stadt Budapest an. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten auf dem Hügel gehören eine Höhlenkirche sowie zwei große Denkmäler.
Gellertberg, Budapest
Gellértberg
Der in etwa 140 Meter hohe Gellértberg wurde nach Bischof Gellért Sagredo benannt, der durch seine Mission den christlichen Glauben in Ungarn zu verbreiten bekannt wurde. Die Legende besagt, dass nach dem Tode des Heiligen Stephan, dem ersten christlichen König Ungarns, die aufständischen Rebellen der heidnischen Magyaren Gellért in ein Fass eingesperrt und ihn den Hügel hinuntergestoßen haben.

Die Zitadelle

Auf der Spitze des Gellértberg befindet sich eine Zitadelle. Sie wurde von den österreichischen Habsburgern zwischen 1850 und 1854 errichtet, um die Stadt nach der Niederschlagung des ungarischen Unabhängigkeitskrieges besser unter Kontrolle zu halten. Diese Festung, welche sich auf der Spitze des Berges befindet, war ursprünglich 200 Meter lang und besaß 6 Meter hohe Wände, die bis zu 3 Meter dick waren.

Die Zitadelle in Budapest
Die Zitadelle

Artillerie in der Zitadelle, Budapest
Artillerie nähe der Zitadelle
Nachdem die Habsburger Budapest infolge des Österreichisch-ungarischen Ausgleiches von 1867 verlassen hatten, wurde das Eigentumsrecht an der Zitadelle wieder der Stadt übertragen. Als Symbol für den Sieg gegen die Österreicher wurden Teile der Wände eingerissen. Allerdings diente die Festung später wieder als Unterkunft für ungarische Soldaten.

Die Zitadelle spielte auch im 2. Weltkrieg eine Rolle. Historiker weisen darauf hin, dass ein deutsches SS-Regiment die Stadt von dort aus in Schach gehalten hat.

Die alten Baracken wurden in ein Touristen-Hotel umgebaut und fungieren heute als Aufenthaltsort, wo sich die Gäste an den schönen Ausblicken auf die Stadt und der Donau erfreuen können.

Freiheitsstatue

Freiheitsstatue, Gellertberg, Budapest
Freiheitsstatue
Im Jahre 1947 wurde auf dem Berg die Freiheitsstatue errichtet. Diese Statue zollte ursprünglich jenen sowjetischen Soldaten Respekt, die die Stadt während des 2. Weltkrieges von den Nazis befreit haben. Das Denkmal wurde von dem ungarischen Bildhauer Kisfaludi Strobl entworfen.

Es handelt sich um die Statue einer Frau, die einen Palmenwedel hoch in die Luft hält. Die Statue ist in etwa 14 Meter hoch und steht auf einem hohen Podest. Zu ihrer Rechten befindet sich eine allegorische Darstellung „des Fortschritts“ und links von Ihr steht eine Statue, die „das Böse“ repräsentiert.

Nach dem Untergang des Kommunismus wurde die Statue eines sowjetischen Soldaten, die ursprünglich vor dem Denkmal stand, in den Statuenpark am Rande der Stadt verbannt.

Höhlenkirche

Höhlenkirche
Höhlenkirche

Gellert-Denkmal
Gellert-Denkmal
Wenn Sie vom Gellért-Hotel aus den Berg hinauf steigen, dann können Sie auf der rechten Seite eine Höhlenkirche erblicken. Die Kirche wurde 1926 gegründet und wurde bis zum Jahre 1951 von dem Pauliner-Orden genutzt, bevor sie schließlich von den Kommunisten geschlossen wurde. 1989 wurde die Kirche dann wiedereröffnet. In der Nähe des Eingangs der Kirche steht eine Statue des Heiligen Stephan, dem ersten christlichen König von Ungarn.

Gellért-Denkmal

Auf der anderen Seite des Berges befindet sich, in der Nähe der Elisabethbrücke, eine Statue von Bischof Gellért, dem Märtyrer, nachdem der Berg benannt wurde. Das Denkmal wurde im Jahre 1904 an jener Stelle errichtet, wo Gellért im 11. Jahrhundert wahrscheinlich getötet wurde.
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