Elisabethbrücke

Erzsébet híd
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Die Erzsébet híd (Elisabethbrücke) ist eine elegante, schlanke Brücke, die in Budapest über die Donau führt. Gebaut wurde die Brücke in den 1960ern als Ersatz für eine herrliche Eisenbrücke, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war.
Die Elisabethbrücke in Budapest
Elisabethbrücke
Benannt ist die Brücke nach Elisabeth von Österreich-Ungarn, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn. Die Königin, die weithin bewundert wurde und noch heute herzlich als Sissi bekannt ist, wurde 1898 in Genf von einem Anarchisten ermordet.

Die erste Elisabethbrücke

Die Elisabethbrücke wurde zwischen 1897 und 1903 als vierte ständige Brücke über die Donau in Budapest gebaut. Es handelte sich um eine elegante eiserne Hängebrücke mit einer Spannweite von 290 Metern. Ihr Entwurf ähnelte der damals gerade erst fertiggestellten Franz-Joseph-Brücke (heute Freiheitsbrücke), die vom selben Architekten Virgil Nagy erschaffen wurde.

Eine neue Brücke

Ein Pylon der Elisabethbrücke
Ein Pylon
Als die Deutschen sich im Januar 1945 nach Buda zurückzogen, sprengten sie die Donaubrücken. Kurz nach dem Krieg wurden alle davon in ihrer ursprünglichen Form wiederaufgebaut, mit Ausnahme der Elisabethbrücke, die für einen Wiederaufbau zu schwer beschädigt war.

Die aktuelle Kabelbrücke wurde 1960 vom ungarischen Ingenieur Pál Sávoly entworfen und als schlanke, weiße Brücke konzipiert, die auf den Fundamenten der ursprünglichen Brücke steht. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger trägt die heutige, modern wirkende Brücke keinerlei Verzierungen. Nichtsdestotrotz bietet sie dank ihrer schlanken Pylonen und Kabel einen eleganten Anblick.

Elisabethdenkmal

Elisabethdenkmal, Budapest
Elisabethdenkmal
1932 wurde am Donau-Ufer nahe der Elisabethbrücke (auf der Seite von Pest) ein von György Zala entworfenes Bronzedenkmal zu Ehren Königin Elisabeths errichtet.

Dass dieses Denkmal noch 15 Jahre nach Ende der Doppelmonarchie aufgestellt wurde, spricht Bände über die Hochachtung, welche die Gemahlin des Kaisers Franz Joseph bei den Ungarn genoss. Elisabeth war nicht nur gutaussehend und bodenständig, sondern sprach auch ungarisch, was ihrer Popularität zweifellos zugute kam.

Die Sozialisten, die in ihr ein Symbol der Habsburger Herrschaft sahen, verlegten das Denkmal später an eine abgelegene Stelle. 1984 aber wurde es wieder in die Nähe der Brücke versetzt – wenn auch dieses Mal ans andere Donau-Ufer, in einen kleinen Park nahe der Brücke.
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