Batthyány Platz

Batthyány tér
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Der belebte Batthyány Platz ist der ehemalige Marktplatz von Víziváros (Wasser Stadt), ein Viertel, welches zwischen dem Burgberg und der Donau liegt. Der Platz hat einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie zB. eine Barockkirche und eine alten Markthalle.
Der Platz grenzt auch an das Donau-Ufer und bietet einen fantastischen Ausblick auf Pest und insbesondere auf das Parlamentsgebäude.

Lajos Batthyány

Lajos-Batthyány-Statue, Batthyány Platz
Lajos-Batthyány-Statue
Der Platz war ursprünglich als Hauptmarktplatz bekannt. Später wurde er als Bomben-Platz (aufgrund eines Munitionsdepots, welches sich hier befand) benannt. Im Jahre 1905 wurde er nach dem Grafen Lajos Batthyány benannt, der Premierminister von Ungarn während der gescheiterten Revolte gegen das österreichische Reich im Jahre 1848 war. Er wurde im folgenden Jahr von der österreichischen Armee hingerichtet.

Sehenswürdigkeiten

Lajos-Batthyány-Statue

An der Südseite des Batthyány-Platzes steht ein Denkmal zu Ehren Lajos Batthyánys. Nach einer Einweihungszeremonie im Jahr 2007 wurde es hier erst ein Jahr später aufgestellt, anlässlich des 200. Geburtstags von Batthyány im Jahr 2008. Erstellt wurde die Statue vom Bildhauer Géza Stremeny. Sie zeigt den Augenblick, in dem Batthyány die Aprilgesetze von 1848 vorstellt, die Ungarn mehr Souveränität einräumen sollten. Die Statue steht auf einem Marmorsockel in Form eines Schiffsrumpfes. Am Bug findet sich die Skulptur einer Pelikanmutter, die ihre Jungen mit ihrem eigenen Blut füttert, das Symbol der Batthyány-Familie.

Kirche von St. Anna

Kirche von St. Anna, Batthyány Platz
Kirche von St. Anna

Kirche des Hl. Franziskus in Budapest
Kirche des
Hl. Franziskus
Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Batthyány Platz ist die Kirche von St. Anna (Szent Anna templom), eine der schönsten Barockkirchen in Budapest. Die Jesuiten begannen mit dem Bau der Kirche im Jahre 1740. Als die Kirche schliesslich im Jahre 1805 eingeweiht wurde, war der Jesuitenorden bereits abgeschafft. Der Innenraum wurde im Barockstil prunkvoll verziert.

Höhepunkte dieser Kirche sind der mit Marmorskulpturen dekorierte hohe Altar, die Deckenfresken und die Kanzel mit vergoldeten Reliefs. Leider ist die Kirche nur während der Gottesdienste geöffnet.

Kloster und Kirche des Hl. Franziskus

Die Nordseite des Batthyány Platz wird von einem großen roten Gebäude umrandet, welches das ehemalige Kloster der Hl. Elisabeth-Nonnen ist. Die Klosterkirche zu Ehren des Heiligen Franziskus verfügt über einen prachtvollen Barock-Innenraum. Vor dem Kloster steht die Statue des ungarischen Dichters Ferenc Kölcsey, der als Autor der Nationalhymne von Ungarn bekannt ist.

Gasthof Weisses Kreuz

Im Westen des Batthyány Platz befindet sich der ehemalige Gasthof Weisses Kreuz (Fehér Kereszt fogadó), ein Rokoko-Stil Haus, welches im späten 18. Jahrhundert durch die Zusammenschliessung von zwei aneinander grenzenden Häusern in ein einziges Gebäude gebildet wurde.
Gasthof Weisses Kreuz, Batthyány Platz, Budapest
Gasthof Weisses Kreuz
Er war einer der ersten Gasthöfe in Budapest und beherbergte angeblich einige bemerkenswerte Gäste, darunter Kaiser Joseph II. und der legendäre Frauenheld Casanova.
Die Geschichte besagt, dass Casanova, der sich hier von einer Krankheit erholte, in den nahe gelegenen Rác Bädern ein einheimisches Mädchen verführte. Der Vater des Mädchens war ein Metzger und dieser war nicht allzu glücklich mit der Affäre. So sollte er Casanova mit einem Fleischermesser in der Hand aus der Stadt gejagt haben.

Hirsch-Haus

Nebenan, Batthyányplatz Nummer 3, befindet sich ein weiteres interessantes Gebäude, nämlich das Hirsch-Haus. Die Fassade des späten 18. Jahrhunderts im Stil von Louis XVI. wurde mit vielen Reliefs dekoriert, welche die vier Jahreszeiten symbolisieren. Daher ist dieses Gebäude auch als das Vier-Jahreszeiten-Haus (Négy évszak ház) bekannt.

Markthalle, Batthyany Platz
Markthalle
Wie sein Nachbar, ist auch dieses Gebäude unter dem Bodenniveau des Platzes; im 19. Jahrhundert wurde das Bodenniveau angehoben, um die häufigen Überschwemmungen der Region zu verhindern.

Markthalle

Auch auf der Westseite des Platzes befindet sich die älteste überdachte Markthalle in Buda, die ursprünglich im Jahre 1902 nach einem Entwurf von Pál Klunzinger gebaut wurde. Der Ziegelsteinbau mit Stahlrahmen wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört, doch später wieder aufgebaut. Heute beherbergt es einen Supermarkt.
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