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Aquincum ist ein archäologischer Park am Standort der früheren gleichnamigen Römerstadt. Besucher können durch die Ruinen spazieren oder das Museum besichtigen, wo viele der römischen Ausgrabungsstücke ausgestellt sind.

Eine römische Stadt

Aquincum, Budapest
Aquincum
Aquincum wurde ursprünglich im 1. Jahrhundert n. Chr. als Siedlung zur Unterstützung der nahe gelegenen Legionärsgarnison gegründet. Die ursprünglichen Einwohner waren Eravisker, eine Volksgruppe keltischer Abstammung. Sie übernahmen die römische Kultur und waren bereits vollständig integriert, als Kaiser Hadrian die Siedlung im Jahre 124 n. Chr. zum Municipiums erklärte, was die Einwohner der Stadt offiziell in den Status römischer Bürger erhob. Später wurde Aquincum zur Colonia erklärt und wurde zur Hauptstadt von Pannonia Inferior.

Ruinen

Römische Tür, Aquincum, Budapest
Römische Tür
Die Blütezeit der Stadt liegt im 3. Jahrhundert n. Chr., als über 10.000 Menschen in Aquincum lebten. Das umgebende Gebiet beherbergte auch eine Garnison und zwei große Arenen. Mit dem Zusammenbruch der Römischen Reiches und dem Einfall barbarischer Stämme verfiel die Stadt im späten 4. Jahrhundert zu Ruinen.

Aquincum heute

Reste einer römischen Wohnung, Aquincum
Reste eines Wohnhauses

Das Malerhaus in Aquincum
Das Malerhaus

Römisches Mauerwerk, Aquincum
Römisches Mauerwerk
Im 19. Jahrhundert wurden die Ruinen der römischen Stadt Aquincum ausgegraben und bieten heute einen hervorragenden Einblick in die Größe und den Grundriss der Stadt. Aquincum umfasst ein Gebiet von ca. 500 mal 400 Metern und zeigte den typischen römischen Grundriss mit rechteckigem Straßennetz und einem zentralen Forum. Die Stadt war von einer Mauer mit vier Toren umgeben.

Die Fundamente der Tempel, der Basilika (des Gerichtshofs), der öffentlichen Badehäuser, des Macellums (der Markhalle), der Curia (des Regierungsgebäudes), der Läden und Wohnhäuser Aquincums sind deutlich sichtbar. Auch die Überreste der zentralen Heizanlage sind noch erkennbar, wie auch die kalksteinernen Abflussdeckel der Kanalisation.

Etwa ein Viertel der Stadt ist zurzeit für Besucher geöffnet. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören hier das Malerhaus – ein Nachbau einer römischen Behausung – und das Chronoskop, eine digitale Darstellung der rekonstruierten Stadt.

Das Museum

Aquincum Museum
Das Museum
Das Gelände umfasst auch offene Lauben, in denen viele Ausgrabungsstücke ausgestellt sind, darunter Grabsteine, Altarsteine und Säulen. Die interessantesten und wertvollsten Stücke werden im Museum ausgestellt, einem neoklassischen Gebäude am Rande des archäologischen Parks. Kernstück des Museums ist die wiederhergestellte Aquincum-Orgel, die besterhaltene Orgel der Antike. Ihr Klang soll dem einer Panflöte ähneln. Ein weiterer Höhepunkt ist ein prächtiges Mosaik, das die Entführung der Deianeira durch den Zentauren Nessos darstellt.
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