Stadtgeschichtliches Museum

Museu d'Historia de la Ciutat de Barcelona
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Das Museu d'Historia de la Ciutat ist ein Museum, welches die Geschichte von Barcelona von ihren frühen Anfängen zu ihrer Blüte im Mittelalter erzählt. Ruinen römischer Gebäude, die unter dem Museum gefunden wurden, ziehen die Besucher an.

Casa Clariana Padellàs

Casa Padellas, Museu d'Historia de la Ciutat
Casa Padellàs
Das Museum befindet sich in der Casa Padellàs, einem gotischen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, welches 1931 Stein für Stein von seinem früheren Standort an der Carrer dels Mercaders zur Plaça del Rei transportiert wurde.
Der Palast ist in typisch katalanische Gotikarchitektur gehalten, mit einem kleinen Innenhof und Stiegen an der Außenseite. Während der Ausgrabungen, die notwendig waren, um die neuen Fundamente für das Palais zu errichten, stieß man auf Überreste einer alten römischen Stadt. Von 1930 bis 1960 wurde ein großes Areal unter der Plaça del Rei freigelegt. Um die Überreste besser erhalten zu können, wurde entschieden, das Stadtgeschichtliche Museum an dieser Stelle zu eröffnen, was im Jahre 1973 auch geschah.

Ruinen von Barcino, Stadtgeschichtliches Museum Barcelonas
Ruinen von Barcino
Die Ausstellungen des Museums sind in chronologischer Reihenfolge angeordnet; im Erdgeschoss der Casa Padellàs finden sich mehrere kleine Räume, in denen die Vorgeschichte der Ebene von Barcelona gezeigt wird.

Barcino

Ein Aufzug bringt Besucher unter die Erde, wo sie die Überreste der römischen Stadt Barcino vorfinden, welche ungefähr 12 vor Christus von Kaiser Augustus gegründet wurde. Dieser unterirdische Abschnitt erstreckt sich auf ein Gebiet von ungefähr 4.000 Quadratmetern. An den Gehwegen findet man die Überreste einer Wäscherei und einer Färberei
Ausgegrabene Objekte und Kunst, Museu d'Historia de la Ciutat, Barcelona
Ausgegrabene Objekte und Kunst
aus dem 2. Jahrhundert, eine Fabrik für gesalzten Fisch und Garum (eine beliebte Fischsoße) und sogar eine Weinkellerei aus dem 3. Jahrhundert nach Christus. Mit der Hilfe von Videos, Diagrammen, Modellen, Mosaiken und kleinen Ausstellungsstücken geben die Ruinen den Besuchern eine Vorstellung vom Alltag in Barcino.
Es existieren auch Ruinen aus späterer Zeit, wie eine Kirche aus der Visigoth-Ära im 6. Jahrhundert und der bischöfliche Komplex, welcher zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert erbaut wurde.

Palau Reial

Tinell-Saal, Barcelona
Stützbögen des
Tinell-Saals
Über der Erde wiederum findet man das Palau Reial Major, einen königlichen Komplex, der im 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurde. Das Museum zeigt hier einige Ausstellungen, welche die Geschichte Barcelonas während des Mittelalters erzählen, vom 8. bis ins 13. Jahrhundert, als die Stadt rasch wuchs. Der Rundgang endet mit einem Besuch in der St.-Agatha-Kapelle und dem Tinell-Saal.

Der Saló del Tinell (Tinell-Saal) wurde zwischen 1359 und 1370 erbaut. Der große Saal misst 33,5 x 17 Meter und verfügt über sieben Bögen, die von großen Pfeilern gestützt werden, welche von der Plaça del Rei gut sichtbar sind. Wandgemälde aus dem späten 13. Jahrhundert zeigen die Eroberung Mallorcas durch König Jaume I.
St.-Agatha-Kapelle, Barcelona
St.-Agatha-Kapelle
Der Saal wurde als Thronsaal verwendet, wichtige Gäste wurden hier empangen. Christoph Columbus soll hier König Ferdinand und Königin Isabella seine Entdeckung Amerikas berichtet haben. Heute wird der Saal für Sonderausstellungen verwendet.

In der Nähe befindet sich auch die Capella Reial de Santa Àgata (St.-Agatha-Kapelle), die 1302 auf der römischen Stadtmauer, die Barcino umgab, errichtet wurde. Die Kapelle ist einschiffig mit hölzerner Decke. Die Apsis ist mit einem prächtigen Retabel verziert, das 1465 von Jaume Huguet kreiert wurde.
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