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Das Poble Espanyol (Spanisches Dorf) wurde für die 1929 in Barcelona stattfindende Weltausstellung auf dem Montjuïc Berg gebaut, um den Besuchern einen repräsentativen Einblick in die spanische Architektur zu ermöglichen.
Glockenturm von Utebo, Poble Espanyol, Barcelona
Glockenturm von Utebo

Ein Dorf erbauen

Zwei Architekten, ein Künstler und ein Ingenieur schlossen sich zu einem Team zusammen und errichteten 116 architektonisch unterschiedliche Gebäude. Somit war ein Dorf geschaffen worden, welches die verschiedenen Regionen Spaniens darstellt.

Die Häuser sind um einen großen Platz, den Plaza Mayor, und eine Hand voll kleinerer Plätze herum angesiedelt, die alle von kleinen malerischen Straßen und teilweise mit kleinen Treppen versehenen Gassen verbunden sind. Im Poble Espanyol findet man alles das, was man von einem Dorf oder sogar einer Kleinstadt erwarten würde - von einem Rathaus, einer Kirche, einem Kloster und Läden bis hin zu Wohnhäusern ist alles vertreten.

Nachbauten

Caballeros Straße, Poble Espanyol
Caballeros Straße
Einige der im Poble Espanyol erbauten Häuser sind exakte Nachbildungen bereits existierender Gebäude während andere lediglich den architektonischen Stil wiederspiegeln sollen.

Das Eingangstor, durch welches man das Poble Espanyol betritt, ist ein Nachbau des Puerta San Vincente, einem von neun Toren der Stadtmauern von Avila im 11. Jahrhundert. Andere nennenswerte Nachbauten sind das Rathaus von Valderrobres und der große Glockenturm von Utebo, einer Mischung des mudéjarischen und gotischen Baustils.

Eine bekannte Attraktion

Rathaus von Valderrobres, Poble Espanyol, Barcelona
Rathaus von Valderrobres
Ursprünglich wurde das Poble Espanyol lediglich für die Zeit der Weltausstellung errichtet. Angezogen von der Idylle einer Kleinstadt ohne Autos zog das Poble Espanyol durchgehend seit seiner Errichtung, mit Ausnahme der Zeit des spanischen Bürgerkrieges, während dem es als Internierungslager für Sträflinge genutzt wurde, große Besuchermassen an. Aus eben jenem Grund entschied man sich auch gegen einen Abriss nach der Weltausstellung.

Das Spanische Dorf heute

1988 wurde das Dorf renoviert und mehrere Attraktionen wurden zum Repertoire des Dorfes hinzugefügt. So findet man heute auch eine Reihe Bars, Restaurants Läden und sogar Nacht-Clubs in den Gebäuden. Mit all diesen Veränderungen liegt der Fokus des Dorfes nun eher auf den kleinen Handwerkern, die noch der traditionellen Herstellungsform nachgehen und Glass, Gemälde, Keramiken, Stickereien und andere handgemachte Dinge in 40 verschiedenen Werkstätten verkaufen, als auf dem Baustil der Gebäude.
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