Palau de la Música Catalana

Palast der katalanischen Musik
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Die Palau de la Música Catalana ist eine im Jahr 1908 nach einem überschwänglichen Design des katalanischen modernista Architekten Lluís Demènech i Montaner erbaute Konzerthalle. Es ist berühmt für die mit gefärbtem Glas, Statuen und Mosaiken reich dekotierte Inneneinrichtung.

Bau

Palau de la Musica Catalana
Palau de la
Musica Catalana

Eine der Säulen des Palau de la Musica Catalana
Eine der Säulen
Die ab 1905 an der Stelle eines ehemaligen Klosters gebaute Konzerthalle wurde ursprünglich für den Orfeó Català errichtet, einen im Jahr 1981 zur Erhaltung und der Verbreitung katalanischer Musik gegründeten Chor. Die Entwürfe für die neue Konzerthalle wurden von einem der wichtigsten und bedeutensten Architekten der Modernista Künstler- und Architektenbewegung, der lokalen Formation des Art Nouveau, angefertigt - Lluís Domènech i Montaner.

Fassade

Die rote Backsteinfassade des Bauwerks wurde aufwendig und reich mit Mosaiken und Statuen dekoriert, wie sie typisch sind für die Bewegung des Modernisme. So ist eine große von Miquel Blay entworfene und erstellte Steinskulptur eine Allegorie und representiert die bekannte katalanische Musik. Drei massive Säulen, die einen aufwendig dekorierten Balkon auf sich tragen, sind mit buten Mosaiken verziert. Der Balkon umfasst eine Kakofonie an Säulen, Ornamenten, Büsten berühmter Musiker, Bögen und Ballustraden, die sich alle zusammen in einem großen Mosaik, welches die Sänger des Orfeó Català zeigt, vollendet, welches mit einer großen aus keramikteilen gestalteten Kuppel seinen Höhepunkt findet und abgerundet wird.

Innenraum

Innenansicht der Palau de la Musica Catalana in Barcelona
Innenraum

Die Decke aus Buntglas, Palau de la Musica Catalan, Barcelona
Die Buntglas-Decke
Nur noch spektakulärer als der Außenbereich ist der Innenraum - hier ist besonders das Auditorium der Konzerthalle zu erwähnen. Unter Verwendung modernster Baumethoden erschuf Domènech strukturelle Rahmenelemente mit großem Anteil an buntem Glas sowie viel durch die Buntgläser gefärbtem Tageslichteinfall. Neben ihm dekorierten einige der besten katalanischen Architekten den Innenraum mit reichlich Buntglas, Mosaiken und Skulpturen, von denen viele heute noch erhalten sind.

Aufnahme in der Öffentlichkeit

Als die Palau de la Música Catalana für die Öffentlichkeit geöffnet wurde, begann sie binnen kürzester Zeit ein Zentrum des katalanischen kulturellen Lebens zu werden aufgrund seiner Symbolkraft für den katalanischen Nationalismus. Entgegen Kritik von modernen Künstlern und anderen Parteien, die dem Gebäude unterstellten zu schmuck- und prunkhaft dekoriert zu sein, wurde die Architektur des Bauwerks von der Bevölkerung positiv angenommen und im Jahr 1909 sogar zum Gebäude des Jahres nominiert.
Palau de la Musica Catalana
Fast 90 Jahre später, 1997, wurde das Palau de la Música Catalana zusammen mit dem Hospital de Sant Pau, einem weiteren Meisterwerk von Architekt Domènech, zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Das Palau de la Música Catalana besuchen

Der einfachste Weg das Palau de la Música Catalana zu besuchen ist ohne Zweifel im Rahmen eines Konzertes. Obwohl die Glasswände und andere Einrichtungen keine ideale akustische Umgebung für Konzerte schaffen, füllt die Konzerthalle regelmäßig seine 2000 Sitze, weshalb es durchaus ratsam ist seine Tickets im Voraus zu buchen. Zum anderen gibt es als Alternative noch gute und bekannte geführte Touren durch die Konzerthalle. Da diese Touren jedoch auch schnell ausgebucht sind wäre es empfehlenswert das Ticket einige Tage vor dem geplanten Besuch zu kaufen.
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