Kathedrale La Seu

Catedral de la Santa Creu i Santa Eulalia
Bewertung
110 Stimmen
Im Zentrum des Barri Gòtic, dem gotischen Bezirk im Herzen von Barcelona, liegt die unter dem Namen La Seu bekannte städtische gotische Kathedrale. Der Grundstein der Kirchengemäuer, die noch heute stehen, wurde zwar bereits im 13. Jahrhundert gelegt.
Es dauerte bis in das frühe 20. Jahrhundert bis die Kirche vollkommen fertiggestellt wurde.

Barcelona Kathedrale
La Seu
Benannt wurde die Kirche nach dem Schutzheiligen der Stadt Barcelona - Sankt Eulalia. Ihr offizieller Name lautet Catedral de la Santa Creu i Santa Eulalia, was katalanisch ist für 'Kirche des heiligen Kreuzes und Sankt Eulalia'. Der heute häufig verwendete Name La Seu geht auf den Status dieser Kirche als einstiges Bistum zurück.

Frühere Kirchenbauten

Bereits 343 nach Christus wurde am Ort der heutigen Kirche in der Zeit des Römischen Reiches eine Basilika erbaut, wo einst ein römischer Tempel seinen Platz hatte. Diese Basilika wurde bereits 985 vom Volksstamm der Mauren zerstört, aber schon zwischen 1046 und 1058 baute man auf den Willen des katalanischen Grafen Ramon Berenguer I, der 1035 im Alter von 11 Jahren die Macht ergriff, eine neue Kathedrale, diesmal im romanischen Stil. Die nahegelegene Capella de Santa Llucia wurde zwischen 1257 und 1268 errichtet und später mit dem Kreuzgang der zuvor errichteten Kathedrale verbunden.

Bau

La Seu Kathedrale von Barcelona bei Nacht
Die Kathedrale bei Nacht
1298, dreißig Jahre später, startete der Bau der heutigen Kirche unter König Jaume II, der unter dem Titel 'Der Gerechte' bekannt war, wobei die bereits bestehende romanische Struktur zerstört wurde. Aufgrund von Bürgerkriegen und dem mehrfachen Einzug der Pest in die Stadt ging der Bau nur beschwerlich voran und erst 1460 konnte das Hauptgebäude endlich fertiggestellt werden. Der Bau an der gotischen Fassade wurde sogar erst 1899 beendet und der letzte Teilabschnitt der Kirche, die Spitze des Hauptturms, wurde 1913 fertiggestellt. Sowohl das Design der Fassade als auch des Turmes waren dem Originalentwurf des französischen Architekten Charles Galters von 1408 nachempfunden.

Das Gebäude

Glockenturm der Kathedrale La Seu in Barcelona
Glockenturm

Apsis der Kathedrale von Barcelona
Apsis

Außenbereich

Die Kirche ist 93 Meter lang und 40 Meter breit und die zwischen 1386 und 1393 erbauten oktagonalen Glockentürme reichen in eine Höhe von bis zu 50 Metern. Die Spitze des mittleren Turmes reicht sogar bis zu 70 Meter in die Höhe. Der mit Statuen dekorierte Haupteingang der Kirche erinnert an die Vorbauten der großen französischen Kathedralen.

Innenraum

Der Innenraum besteht aus einem aufgrund seiner großen, aus dem 15. Jahrundert stammenden Buntglassfenster gut durchleuchteten Kirchenschiff, welches durch 28 kleine Nebenkapellen flankiert wird. Hier befinden sich auch die Gräber von Graf Ramon Berenguer I und seiner Frau. Eines der Highlights im Inneren der Kathedrale ist die den Sarkophag von Sankt Eulalia enthaltene Krypta unter der Capella Major (der Kanzel). Die Kathedrale verfügt auch über einen wunderschönen eingemeißelten Altarraum im Zentrum des Kirchenschiffs dessen Gehäuse mit Reliefs dekoriert ist, die die Geschichte von Sankt Eulalia erzählt.

Kreuzgang

Gänse im Kreuzgang der Kathedrale von Barcelona
Die Gänse im Kreuzgang
Die Kathedrale ist für sein aus dem 14. Jahrhundert stammendes Kloster mit einem mittigen Innenhof mit gotischem Säulengang bekannt, in dem stets 13 Gänse leben von denen jede ein Jahr im Leben von Sankt Eulalia, dem Märtyrer, symbolisiert. Sankt Eulalia war ein junges Mädchen aus dem 4. Jahrhundert, welches angeblich von den Römern gefoltert wurde. Der Kreuzgang beinhaltet auch ein kleines Museum mit liturgischen Artefakten.
163
barcelona
de
x
© 2017 www.aviewoncities.com