Güell Pavillons

Pavellons Güell
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Die Güell Pavillons wurden zwischen 1884 und 1887 von Antoni Gaudí gebaut, den die meisten als Architekten der Sagrada Família kennen. Die Pavillons wurden für eine Sommerresidenz des reichen katalanischen Industriellen Eusebi Güell erbaut.

Finca Güell

Güell Pavilions, Barcelona
Güell Pavillons
Eusebi Güell erbte ein großes Anwesen direkt nördlich von Barcelona in einer Gegend die Les Corts genannt wird. Die Güell-Familie hatte ihre Sommerresidenz hier, eine Villa aus dem 17. Jahrhundert, welche im karibischen Stil vom katalanischen Architekten Joan Martorell i Montells umgestaltet wurde. Nach dem Tod Eusebi Güells hinterließ seine Familie die Villa der spanischen Königsfamilie, die daraus einen Palast machten, den Palau Reial de Pedralbes.

Die Pavillons

Die ehemaligen Stallungen, Güell Pavillons
Die ehemaligen Stallungen
1883 baute Güell das Anwesen aus – vor Ort auch als Finca Güell bekannt – und beauftragte Gaudí mit dem Umbau des formellen französischen Gartens und dem Bau von zwei Eingangs-Pavillons: Ein Haus für den Pförtner auf der einen Seite des Eingangs und Ställe auf der anderen.

Das Pförtnerhaus – der Pavillon zur Linken des Eingangs – besitzt eine zentral gelegene achteckige Halle mit zwei gleich langen Flügeln in L-Form. Die Wände bestehen aus gestampftem Lehm und sind mit gemustertem Beton überzogen. Rote Ziegelsteine dienen als Unterstützung und bilden einen netten Kontrast im Vergleich zu dem gelben Beton. Das Dach hat große Lüftungschächte die mit Keramikscherben verziert sind; ein Vorläufer des einfallsreichen Daches des Casa Milà.

Baum mit den goldenen Äpfeln, Finca Guell
Baum mit den
Goldenen Äpfel
Gegenüber des Pförtnerhauses befinden sich die einstigen Stallungen, ein großes rechteckiges Gebäude mit einer gewölbten Halle und einer Kuppel, welche mit grünen und weißen Keramikscherben dekoriert ist. Das Gebäude ist mittlerweile das Zuhause der Bibliothek des Real Cátedra Gaudí, eines Dokumentationszentrums, das dem Studium der Werken Antoni Gaudís gewidmet ist.

Drachentor

Das wohl spektakulärste Element der Finca Güell ist das schmiedeeiserne Tor, welches die beiden Pavillons verbindet. Der obere Teil des Tores ist wie ein Drache mit Fledermausflügeln geformt. Gaudí erschuf den Drachen unter Verwendung alltäglicher Industrieprodukte, die er verbog und zusammenschweißte. Das Tor ist an einer hohen Säule angebracht. Diese symbolisiert den Baum mit den goldenen Äpfeln.

Drachentor, Guell Pavillons, Barcelona
Drachentor
Sowohl der Baum als auch der Drache sind Hinweise auf die Heldentaten des Herkules, des mythischen Gründers Barcelonas. In der Tat ist der gesamte Garten hinter den Pavillons von Gaudí als Garten der Hesperiden angelegt worden, von welchem Herkules die goldenen Äpfel stahl nachdem er den Drache Ladon erlegte.
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