Philopapposhügel

Λόφος Φιλοπάππου
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Der Philopapposhügel ist der höchste der drei Hügel westlich der Akropolis. Benannt wurde er nach einem Denkmal, das zu Ehren des römischen Senators Philopappos am Gipfel des Hügels errichtet wurde.

Musenhügel

Musenhügel (Philopappus Hügel), Athen
Musenhügel
In der Antike war der Philopapposhügel als Musenhügel bekannt. Die Griechen glaubten, dass die neun Musen auf dem Hügel lebten und Musaeus, Poet und Schüler des Orpheus, hier begraben sei. Der Hügel ist 147 Meter hoch und bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Akropolis. Der Ausblick nach Süden reicht bis zum Meer.

Die anderen beiden Hügel sind der Nymphenhügel, ehemaliger Standort eines Schreins zu Ehren der Nymphen, und der Pnyxhügel, der im 6. Jahrhundert v. Chr. als Versammlungsort diente. Zusammen bilden die drei Hügel einen ausgedehnten Park mit einem Netz aus Wegen, das die antiken Baudenkmäler verbindet.

Philopapposdenkmal

Philopapposdenkmal
Philopapposdenkmal
Der römische Konsul und Senator Antiochus Epiphanes Philopappus, mächtiger Aristokrat und Freund des römischen Kaisers Trajan, war ein großer Bewunderer der griechischen Kultur. Er lebte lange Zeit in Athen, wo er als großer Gönner betrachtet wurde und häufig Theaterstücke finanzierte.

Nach seinem Tode errichteten die Athener dem Senator ein marmornes Grab- und Denkmal. Das 12 Meter hohe Monument wurde 119 n. Chr. am höchsten Punkt des Philopapposhügels fertiggestellt. Obwohl es nun in Ruinen liegt, sind die Nischen mit den Statuen des Philopappus und seines Großvaters Atiochus IV. noch heute zu besichtigen. Das Fries unter den Nischen stellt den Einzug des Philopappus nach Athen im Jahre 109 n. Chr. dar, als er das Amt des dortigen Konsuls einnahm.

Der Pnyx

Pnyx
Bêma, Pnyx
Der Pnyx, ein Hügel nördlich des Philopappos, ist die Wiege der Demokratie. Hier versammelten sich die Bürger ab 508 v. Chr., als Athen zur Demokratie wurde, zehn Mal pro Jahr, um Rednern zu lauschen und politische Entscheidungen zu treffen.

Auf dem noch heute erkennbaren Bêma – dem Podium – wandten sich Führer wie Themistokles, Perikles and Demosthenes an die Massen, die im Halbkreis saßen. Zu Beginn saß das Volk noch auf dem Boden, doch bald wurden Holzbänke für bis zu 5000 Menschen errichtet. Später wurden die Sitzgelegenheiten erweitert, um geschätzte 13.500 Menschen zu beherbergen. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde der Pnyx aufgegeben, als die Versammlung sich in das noch größere Dionysostheater verlagerte.

Nymphenhügel

Alte Sternwarte, Nymphenhügel
Die Alte Sternwarte,
Nymphenhügel
Der 103 Meter hohe Nymphenhügel nordwestlich des Philopapposhügels beherbergte in der Antike einen Schrein, der den Nymphen gewidmet war – daher auch sein Name.

Im Jahr 1842 finanzierte Baron Sinas den Bau der ersten Sternwarte Athens, des Asteroskopeions. Der dänische Architekt Theophil Hansen schuf einen neoklassischen Kuppelbau mit kreuzförmigem Grundriss.

Koile

Deme Koile
Koile
Der Demos Koile war ein antiker Vorort von Athen, der sich im Tal zwischen dem Hügel der Musen und der Pnyx befand. Eine acht bis zwölf Meter breite Straße verlief durch Koile und verband die Akropolis mit Piräus und dem Meer.

Die Straße wurde von den “Langen Mauern” geschützt – die beiden Mauern bildeten einen ca. 600 Meter breiten sicheren Korridor bis zum Hafen von Piraeus. In der Antike gehörte die Straße zu den wichtigsten Straßen Griechenlands und war von bedeutenden Bauwerken und Denkmälern gesäumt.

Weitere Sehenswürdigkeiten

Gefängnis des Sokrates, Athen
Gefängnis des Sokrates
Das Gebiet um den Philopapposhügel umfasst viele weitere historische Sehenswürdigkeiten, darunter das Gefängnis des Sokrates, die Deme Melite und die Kimoneia (ein antikes Grabmal). Eine vollständige Besichtigungsrunde kann gut und gerne einen Tag in Anspruch nehmen. Glücklicherweise ist jede Sehenswürdigkeit mit Plakaten ausgewiesen, die einige historische Informationen sowie Fotos und Karten liefern.
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