Parlamentsgebäude

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Das griechische Parlamentsgebäude wurde ursprünglich als königliches Schloss errichtet. Vor dem Gebäude befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten, welches durch die Evzonen bewacht wird, einem Eliteregiment in traditioneller Tracht.

Das Parlamentsgebäude

Parlamentsgebäude, Athen
Parlamentsgebäude
Das griechische Parlament hat seinen Sitz im Parlamentsgebäude und befindet sich an der Ostseite des Syntagma-Platzes. Es wurde zwischen 1836 und 1842 als königliches Schloss für König Otto gebaut. Der Architekt war der Deutsche Friedrich von Gärtner, der ein monumentales Gebäude mit neoklassizistischer Fassade entwarf.

Nachdem ein Brand das Schloss im Jahre 1909 beschädigte, zog der König in ein nahegelegenes Gebäude, welches heute der Präsidentenpalast ist. Im Jahre 1929, nachdem die Monarchie abgeschafft wurde, beschloss die griechische Regierung, das Parlament aus dem bestehenden Gebäude an der Stadiou-Straße (heute das Nationale Historische Museum) in das alte Schloss umzuziehen. Das Parlament residiert hier seit 1935.

Grabmal des unbekannten Soldaten

Grabmal des unbekannten Soldaten, griechische Parlament
Grabmal des unbekannten Soldaten
Vor dem Parlamentsgebäude befindet sich das Grabmal des unbekannten Soldaten. Das Denkmal mit einem großen Relief eines nackten, sterbenden Hopliten, wurde am 25. März 1932 am griechischen Tag der Unabhängigkeit eingeweiht. Auf beiden Seiten des Grabmals finden sich an der Wand Auszüge aus berühmten Grabreden des Perikles.

Evzonen

Evzonen, Parlamentsgebäude, Athen
Evzonen
Das Grabmal des unbekannten Soldaten wird permanent durch Evzonen, Mitglieder der Präsidentengarde in traditioneller Tracht bewacht, welche Fustanella genannt wird.

Die Fustanella wurde von den griechischen Revolutionären getragen, welche den Unabhängigkeitskrieg gegen die Türken zwischen 1821 und 1830 kämpften. Sie besteht aus einem weißen Rock mit 400 Falten (die Anzahl der Jahre der türkischen Herrschaft), einem weißen Hemd mit langen Ärmeln, Schuhen mit roter Spitze und großen Pompons, sowie einer bestickten Weste.

Der stündlich erfolgende Wachwechsel sieht aus wie ein sehr langsamer Tanz, wo die Soldaten ihre Füße auf den Boden stampfen und in die Luft werfen. An Sonntagen um 11 Uhr ist die Zeremonie ausführlicher als unter der Woche und umfasst eine Marschkapelle und eine große Anzahl an Wachen.
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