Museum für kykladische Kunst

Μουσείο Κυκλαδικής Τέχνης
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Das Museum für kykladische Kunst ist den antiken ägäischen Kulturen gewidmet und umfasst ca. vier Jahrtausende an Geschichte. Besonders berühmt ist es für seine Sammlung aus Marmorstatuen von den Kykladen, einer Inselgruppe in der Ägäis.
Museum für kykladische Kunst, Athen
Museum für kykladische Kunst
Die kykladische Zivilisation stand zwischen 3200 und 2200 v. Chr. in ihrer Blütezeit und brachte abstrakte, größtenteils weibliche Marmorstatuen hervor – vermutlich als Form der Götzenverehrung einer Göttin. Mitte des 20. Jahrhunderts erfreuten sich diese Figuren großer Beliebtheit und inspirierten Künstler wie Mondigliani und Henry Moore.

Die Geschichte des Museums

Kykladenidol
Kykladenidol
Nicholaos und Aikaterini (Dolly) Goulandris, Mitglieder einer mächtigen Reedereidynastie, begannen in den 1960ern, antike griechische Kunstwerke zu sammeln. Ihre Sammlung wuchs rasch an und gewann in den 1970ern internationales Ansehen, da sie vielerlei seltene Kykladenidole (minimalistische Marmorfiguren) enthielt.

Erstmals ausgestellt wurde die Sammlung 1978 im Benaki-Museum und war fortan weltweit in vielen renommierten Museen zu besichtigen, darunter die National Gallery of Art in Washington, das Britisches Museum in London und der Grand Palais in Paris.

Nach dem Tode Nicholaos Goulandris wurde die Privatsammlung einer neu gegründeten Stiftung übergeben. 1985 wurde ein modernes Gebäude im Stadtzentrum Athens eigens errichtet, und bereits im folgenden Jahr öffnete das Museum für kykladische Kunst seine Türen der Öffentlichkeit.

Die Sammlung des Museums

Museum für kykladische Kunst Innenraum
Innenraum des Museum
Über dreitausend Kunstgegenstände aus einer Zeitspanne zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 6. Jahrhundert n. Chr. sind auf vier Stockwerken ausgestellt.
Der erste Stock beinhaltet kykladische Kunst aus der Zeitspanne von 3200 bis 2000 v. Chr. Hier sind sowohl die berühmten Kykladenidolen zu bewundern, als auch andere Objekte wie Schalen und Vasen.

Der zweite Stock umfasst griechische Kunst vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis zum Ende der Römerzeit im 4. Jahrhundert n. Chr. Hier finden sich Objekte, wie man sie typischerweise mit der antiken griechischen Zivilisation in Verbindung bringt, darunter Bronzehelme, bemalte Vasen und klassische Skulpturen.

Tonobjekte, Museum für kykladische Kunst
Tonobjekte
Der dritte Stock ist der Sammlung von Thanus N. Zintilis gewidmet und zeigt zypriotische Kunst aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr., darunter viele Statuetten und Alltagsgegenstände aus verschiedensten Materialien, von Ton und Stein bis hin zu Silber und Gold.

Der oberste Stock schließlich führt dem Besucher mit audiovisuellen Vorstellungen und einer Ausstellung verschiedener Gegenstände das tägliche Leben in der Antike vor Augen.

Die Gebäude des Museums

Stathatos-Haus, Museum für kykladische Kunst
Stathatos-Haus
Das Hauptgebäude wurde 1985 nach einem Entwurf des Architekten Ioannis Vikelas errichtet. Das moderne Bauwerk aus Glas und Marmor beherbergt die ständige Sammlung des Museums.

1991 mietete das Museum für kykladische Kunst das Stathatos-Haus an, ein neoklassisches Gebäude aus der Feder des deutschen Architekten Ernst Ziller. Ursprünglich wurde es 1895 für die Familie von Othon und Athina Stathatos errichtet und umfasst eine kunstvolle Portikus, die von neoklassischen Statuen gekrönt wird. Das herrliche Innere der Villa wird nun für kurzzeitige Ausstellung genutzt.

2005 wurde das Museum abermals durch einen neuen Flügel erweitert, der hauptsächlich zu Vorlesungen und Seminaren genutzt wird.
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