Lysikratesmonument

Μνημείο του Λυσικράτη
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Das Lysikratesmonument ist das besterhaltene choragische Denkmal Athens. Derartige Denkmäler wurden im alten Griechenland als Sockel errichtet, auf denen Trophäen aufgestellt werden konnten.
Dieses spezielle Monument wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. von Lyrikrates erbaut, einem wohlhabenden Bürgen.

Theaterwettbewerbe

Lysikratesmonument, Athen
Lysikratesmonument
In der Antike wurden im Dionysostheater jährliche Wettbewerbe abgehalten, im Zuge derer Theaterstücke gegeneinander antraten. Finanziert wurden diese Theatervorstellungen von den sogenannten Choregen, reichen Schirmherren der Künste. Derjenige Choregon, der die Siegervorstellung gesponsort hatte, erhielt einen Preis – typischerweise eine Trophäe in Form eines bronzenen Dreifußes.

Im Jahre 334 v. Chr. erhielt ein gewisser Lysikrates, Sohn des Lysitheides, einen solchen Preis. Wie zur damaligen Zeit üblich, errichtete er ein Denkmal, auf dem die Statue aufgestellt wurde.

Das Monument

Das Lysikratesmonument hat eine Höhe von über neun Metern. An der Spitze eines großen Podests thront ein Tholos, ein kreisrunder Aufbau mit korinthischen Säulen, die ein Marmordach tragen. Gekrönt wird es von einem Kapitell in Form von Akanthusblättern. Die Bronzetrophäe wurde an der Spitze des Kapitells aufgestellt.

, Lysicratesmonument
Detail des Frieses
Ein Fries knapp unter dem Dach stellt Szenen aus dem Stück dar, das den Wettbewerb gewonnen hatte. Es zeigt Dionysos, den Schutzgott des Theaters, beim Sieg über tyrrhenische Piraten, indem er sie in Delfine verwandelt.

Dieses Monument gehört zu den wenigen erhaltenen choragischen Denkmälern. Zum Teil verdankt es den Erhalt seinem Einbau in ein Kapuzinerkloster, das hier im Jahre 1669 gebaut wurde. Angeblich nutzten die Kapuzinermönche das Monument als Bibliothek. Heute steht das Lysikratesmonument frei im Zentrum des gleichnamigen Platzes, nicht weit vom Dionysostheater.

Nachbildungen

Im 19. Jahrhundert genoss das Lysikratesmonument in der westlichen Welt ein hohes Maß an Popularität als Symbol antiker griechischer Kultur. So stand es Vorbild für Gebäude wie etwa den Merchants' Exchange in Philadelphia und inspirierte andere Denkmäler wie das Dugald Stewart Monument in Edinburgh. Sogar ein exakter Nachbau findet sich in den Royal Botanic Gardens in Sydney.
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